Dax-Ausblick
Dem Dax stehen schwierige Zeiten bevor

Enttäuschende US-Arbeitsmarktzahlen, positive Nachrichten aus Athen: Die Berg- und Talfahrt des Dax dürfte auch in der kommenden Woche weitergehen. Börsianer schauen gespannt auf Zinssignale der Europäischen Zentralbank.
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Frankfurt, DüsseldorfAngesichts der schwächelnden Konjunktur stehen dem Dax nach Einschätzung von Börsianern schwierige Zeiten bevor. „Die Party scheint erst einmal vorbei“, warnt ein Aktienhändler. Ein größerer Kursrutsch sei allerdings nicht zu befürchten, da Anleger Rücksetzer voraussichtlich weiter zum Einstieg nutzen würden. 

Die Analysten der Landesbank Berlin (LBB) äußern sich ähnlich: „Wir gehen davon aus, dass sich das Auf und Ab der Börsenbarometer in der Eurozone in nächster Zeit fortsetzen wird. Nicht nur unter saisonalen Aspekten dürften die bevorstehenden Sommermonate den Anlegern einiges abverlangen.“ Die griechische Schuldenkrise werde die Aktienmärkte in Atem halten.

Am Freitag haben die US-Arbeitsmarktzahlen die Börsianer schockiert, der Dax rutschte ins Minus. Die Beschäftigung war im Mai deutlich schwächer gestiegen als erwartet. Anstatt der im Schnitt von Analysten prognostizierten 160.000 neuen Stellen wurden im Monatsvergleich nur 54.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. „Der Arbeitsmarktbericht enttäuscht auf ganzer Linie“, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. „Nicht nur der verhaltene Stellenzuwachs ist negativ zu werten, sondern auch der Anstieg der Arbeitslosenquote. Zudem liegt der Zuwachs der Stundenlöhne unterhalb der Inflationsentwicklung und symbolisiert die weiterhin schwierige Arbeitsmarktlage. Hoffnungen auf eine starke Konsumbelebung scheinen daher nicht berechtigt.“

Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer betonte, er habe nach der Serie von enttäuschenden US-Konjunkturdaten seine Erwartungen für die Entwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft zurückgeschraubt. „In China sollte das Wachstum ebenfalls nachlassen. Die Weltwirtschaft als Ganzes verliert Schwung, auch wenn sie mit rund vier Prozent passabel wachsen wird.“

Positive Nachrichten kamen dagegen am Freitagnachmittag aus Athen. Nach Angaben der Regierung haben die EU, der IWF und die EZB Griechenlands Sparmaßnahmen gewürdigt und dem von der Zahlungsunfähigkeit bedrohten Land ein positives Zeugnis ausgestellt. Nach dem mit Spannung erwarteten Prüfbericht - Grundlage für die Entscheidung über weitere Griechenland-Hilfen - dürfte einer Auszahlung der zweiten Tranche in Höhe von 12 Milliarden Euro nun nichts mehr im Wege stehen. Trotzdem wird die Schuldenkrise um Griechenland die Märkte weiter in Atem halten. Der Druck auf die Euro-Länder, sich zügig auf weitere Finanzspritzen für das angeschlagene Land zu einigen, ist groß, soll eine Eskalation vermieden werden.

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  • Frau Palmer,
    diese Leute, diese gegen den Bahnhof, haben mehr deutsches Vermögen bewahrt als es ihnen in ihrem gesamten Leben zu teil wird.
    Diese Menschen können nicht überall sein, im Gegensatz zu Ihnen.

  • Kleine Einschränkung für meine Thesen.
    Die Bundesregierung führt einen Mindestlohn von 1 € ein.
    Was nicht heißen soll, daß es das nicht schon gibt,
    nur nicht überall.

  • Astrologisch gesehen, stehen nicht nur dem Dax schwierige Zeiten bevor. Der unvermeidbare Euro-Crash wird die Finanz- und Wirtschaftskrise 2.0 verursachen. Anschließend sind große Teile unseres Vermögens vernichtet. Wenn sich die Deutschen um diese Angelegenheit genauso intensiv kümmern würden, wie sie das bei genehmigten Bahnhofs-Neubauten tun, könnten sie vielleicht durch Einflußnahme auf unsere unfähigen Politiker das Schlimmste verhindern.

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