Dax-Ausblick
„Der Aufwärtstrend ist nicht zu Ende“

Die Aktienmärkte haben seit Jahresbeginn deutlich zugelegt – auch dank des Geldregens der Notenbanken. Experten glauben, dass es mittelfristig weiter bergauf gehen wird. Doch die Zweifel an der Börsenparty wachsen.
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Frankfurt„Sell in May and go away“ lautet eine alte Börsenweisheit, der diesmal wohl die Wenigsten gefolgt sind. Im Mai knackte der Dax ein Rekordhoch nach dem anderen und schaffte den höchsten Stand aller Zeiten bei 8.558 Punkten. Insgesamt legte der Leitindex fast sechs Prozent zu. Die Notenbanken haben ohnehin eine verkehrte Welt geschaffen: Investoren freuen sich über schlechte Konjunkturdaten der USA - da wundert es auch nicht, dass eine Börsenweisheit obsolet wird. „Im Allgemeinen bleibt das Bild an den Finanzmärkten eindeutig: Geldpolitik schlägt Fundamentaldaten“, schreibt Robert Halver von der Baader Bank in seinem Marktkommentar.

Mit ihrem billigen Geld sind die Notenbanken mitverantwortlich für die Rally an den Aktienmärkten. Die Fed kauft derzeit Anleihen und Immobilienpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar monatlich, um damit die heimische Konjunktur anzukurbeln. Sie will damit so lange fortfahren, bis die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent von derzeit 7,5 Prozent gefallen ist.

In den vergangenen Wochen hatten einige Fed-Vertreter allerdings laut darüber nachgedacht, die Käufe zu drosseln, sollte sich die US-Konjunktur deutlich erholen. Die Marktteilnehmer stellen sich deshalb die entscheidende Frage: Wann ist Schluss mit dem Geldregen?

Sollte die Fed ihre Geldpolitik zurückfahren, könnten weitere Notenbanken folgen, vermuten Börsianer. Doch noch ist es nicht so weit. Nach Einschätzung des Aktienstrategen Peter Garnry von der Saxo Bank wird sich die Fed mit einer Entscheidung noch Zeit lassen. „Sie wollen mehr Konjunkturdaten sehen“, fügte er hinzu.

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  • Das war evtl. etwas vorschnell formuliert, zumal es auch heißen würde, dass alle die momentan auf steigende Aktienkurse setzen naiv wären. Die Gruppe der Naiven sind wirklich nicht kursbestimmend (wertbestimmend). Außerdem gibt es zahlreiche plausible Argumente für steigende Aktienkurse.

    Mit meinem kurzen Artikel wollte ich nur darauf Hinweisen, dass es für mich den Anschein hat, als ob in der Depression und Krise die Banken, Versicherungen und Schattenbanken ihr Aktienportfolio im Eigenhandel bis zur Decke füllen und eine Weltuntergangsstimmung verbreiten, und dann aus heiterem Himmel, ist dann wieder alles bestens und die Gewinnaussichten für die Zukunft sind super rosig.

    Ich persönlich sehe und fühle das anders: die EU hat seine Strukturprobleme zum großen Teil nicht gelöst, und besonders die Jugendarbeitslosigkeit wird noch ein riesiges Problem werden, mit China gibt es evtl. einen Handelskrieg, und Japan als Industrienation (Konkurrenz zu Deutschland) versucht auf Teufel komm raus seine Währung abzuwerten, was den Druck auf Deutschlands Exporte erhöht. Von daher kam die Bezeichnung "naive Anleger", in Wirklichkeit ist es natürlich meine persönliche Interpretation der Sachlage.

  • Ob Höchststände erreicht, weiß man leider erst im Nachhinein. Es liegt doch in der Natur der Sache, dass man bei jedem neuen Schritt Höchstände erreicht, während es bergauf geht. Erst in der Nachschau wird klar, ob es ein Höchststand war. Zur Beurteilung, ob man Aktien kaufen sollte oder nicht, taugt dies nicht sonderlich. Würde man sich konsequent an diesen Ratschlag halten, würde man schon bei ersten Schritt am Fuße des Berges stoppen und ihn zum Gipfel erklären;)

    Und ich könnte jetzt nicht sagen, dass überhaupt Werbung für Aktien statfinden würde. Spontan denke ich da an die 90er Jahre, wo sogar Fernsehspots für Aktien geschaltet wurden. Auch diese Euphorie und Medienpräsenz um die Jahrtausendwende war mehrere Größenordnungen von der Situation heute entfernt.

  • Dem kann ich nur zustimmen, tatsächlich ist es möglich das die Geldflut noch weiter anhält und das die Aktienmärkte dann noch um einiges weiter steigen.

    Ich persönlich bin der Meinung, dass man grundsätzlich nicht kaufen sollte, wenn a) Höchststände erreicht sind und b) übertrieben für bestimmte Märkte in den Medien geworben wird. Es sei denn man kennt sich sehr gut aus und man wählt einzelne Aktien dann gezielt aus, die man anständig nach unten mit einem Stopp-Loss absichert. Das ist für mich aber eher weniger eine Option.

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