Dax-Ausblick
Der Dax kommt zur Ruhe – oder?

Anleger haben sich in der vergangenen Woche am Aktienmarkt zurückgehalten. Daran konnte auch der Hexensabbat, an dem traditionell hohe Kursausschläge drohen, nichts ändern. Sollte sich die EU doch noch auf eine Verdoppelung des Rettungsschirms einigen, könnte es zum Jahresende noch einmal kräftig nach oben gehen.
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HB FRANKFURT. In den verbleibenden Börsentagen des Jahres dürfte es für den Dax kein größeres Störfeuer mehr geben. "Die Anleger an den Finanzmärkten scheinen sich derzeit entspannt zurückzulehnen und die vorweihnachtliche Zeit zu genießen", fasst Marktanalyst Dennis Nacken von Allianz Global Investors in seinem Wochenausblick die Aussichten des Leitindex zusammen.

Die Investoren haben allen Grund, zufrieden auf das Jahr zurückzublicken: Seit Jahresbeginn hat der Leitindex knapp 18 Prozent zugelegt. Damit gehörten deutsche Aktien zu den Lieblingen des Jahres. Zum Vergleich: der EuroStoxx50 hat in diesem Jahr vier Prozent verloren und auch die großen US-Indizes machten 2010 bis dato Miese.

"Auch in Sachen Schuldenkrise haben wir verglichen mit den europäischen Indizes eine relativ weiße Weste", sagte Postbank-Stratege Heinz-Gerd Sonnenschein. Dass der Dax die Marke von 7 000 Punkten ins neue Jahr hinein retten wird, hält er für sehr wahrscheinlich.

Vorweihnachtstradition Window Dressing

Die EU-Staats- und Regierungschefs einigten sich auf dem Brüsseler Gipfel zwar auf einen Schutzmechanismus für den Euro, eine Ausweitung des Rettungsschirms wurde bislang aber nicht beschlossen. "Es gab zwar keine konkreten Beschlüsse, aber zumindest das Signal "Wir lassen hier nichts anbrennen'", betonte Sonnenschein.

"Wenn die EU sich allerdings doch noch darauf einigen sollte, den Rettungsschirm zu verdoppeln, könnte es noch kräftig nach oben gehen", sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Ansonsten rechnet er in den verbleibenden zwei Börsenwochen bestenfalls mit etwas Bilanzkosmetik, vor allem bei kleineren Werten. Auch Stratege Nacken geht davon aus, dass das sogenannte "Window Dressing" möglicherweise für Impulse sorgen könnte. Dabei werden zum Jahresende die Portfolios mit Wertpapieren bestückt, die gut gelaufen sind.

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