Dax-Ausblick
Der Dax läuft heiß

Mehr als 700 Punkte hat der Dax im März zugelegt. Jetzt nimmt der Leitindex Kurs auf die magische Marke von 10.000 Punkten. Warum die nächste Woche hitzig werden dürfte. Und womit Anleger langfristig rechnen können.
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In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Deutsche Aktienindex nahezu verdoppelt. Allein im vergangenen Monat holte er 700 Punkte auf und nimmt am Freitag bei einem Schlusskurs von 9.696 Punkten wieder Kurs auf sein altes Hoch von 9.794 Punkten.

Und kaum hat der Dax nach der Krim-Krise wieder ins Plus gedreht, zeigen sich Börsianer optimistisch: „Ich bin ganz zuversichtlich, dass er seine bisherige Rekordmarke knackt und anschließend Kurs auf die 10.000 Punkte nimmt“, sagt Jörg Rahn, Analyst bei Marcard, Stein & Co. In den USA zeige sich die Frühjahrsbelebung der Konjunktur und in Europa laufe es vor allem bei den ehemaligen Krisenstaaten besser. In der EU komme zudem eine „Binnen-Dynamik“ in Gang.

Noch optimistischer äußert sich Norbert Keimling, zuständig für quantitative Strategien beim Fondsanbieter Starcapital. Er kündigt einen Dax-Stand von 27.000  Punkten an – allerdings erst für das Jahr 2029. Dann liege die wahrscheinliche Bandbreite zwischen 20.100 und 32.000 Punkten. Sein Credo: Kurzfristige Prognosen scheitern fast immer. Denn hier werde die Entwicklung leicht von unvorhersehbaren Ereignissen wie die Krim-Krise eingeholt. Langfristig jedoch bestimmen laut Starcapital vor allem die Gewinnentwicklung der Unternehmen und deren Bewertung die Kurse.

Das Haus hat daher aktuell für mehrere Märkte die von Robert J. Shiller entwickelte Kennzahl KGV10 berechnet, die zeigt, ob die Aktie beim Kurs günstig oder teuer bewertet ist. Der deutsche Aktienmarkt zeigt derzeit ein KGV10 von 17,3 und ist damit nicht mehr billig. In den letzten 130 Jahren folgten auf Perioden mit vergleichbaren Bewertungen in den darauf folgenden 15 Jahren dennoch Wertsteigerungen von durchschnittlich 6,4 Prozent. Ein Dax-Stand von 27.000 Punkten sei daher für 2029 realistisch.

Und da Anleger keine konstanten Erträge erwarten können, wurde auch die Wahrscheinlichkeit von Schwankungen untersucht. Ergebnis: Ausgehend von historischen Entwicklungen auf ähnlichen Bewertungsniveaus, kann der Dax in den nächsten drei Jahren jederzeit 15 Prozent verlieren, aber auch bis zu 89 Prozent gewinnen.  

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