Dax-Ausblick: Der Sturm nach der Ruhe

Dax-Ausblick
Der Sturm nach der Ruhe

Am Montag enden die Feiertage, an denen kaum gehandelt wurde. Für Anleger könnte es spannend werden, weil dann oftmals den Trend für das ganze Jahr vorgeben wird. Vor allem die Notenbanken rücken in den Fokus.

Die Märkte schlafen nie, sagt man. An den letzten Handelstagen vor und nach Weihnachten konnte man aber getrost von einem Halbschlaf sprechen. Am 23. Dezember, dem Tag vor Weihnachten, fiel das Handelsvolumen der Dax-Werte bei der Deutschen Börse auf 2,6 Milliarden Euro.

Zum Vergleich: Im Jahresschnitt 2015 lag das Volumen bei gut vier Milliarden Euro. Am Tag vor und nach dem Fed-Entscheid am 17. Dezember wurden im Leitindex noch Aktien im Wert von knapp elf Milliarden Euro gehandelt.

Der Tiefpunkt des Jahres kam am Tag nach Weihnachten. Am 28.12. wurden Papiere im Wert von lediglich 1,26 Milliarden Euro gehandelt. Der Tag vor Silvester – als der Index das Jahr mit einem Jahresplus von 9,56 Prozent bei 10.743 Punkten schloss – fällt aus dem Vergleich, weil der Handel bereits um 14 Uhr endete.

Am Montag dürfte es mit dieser weihnachtlichen Ruhe aber vorbei sein. „Die erste Handelswoche im neuen Jahr kann durchaus turbulenter werden“, glaubt Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner. Erneut in den Fokus rücken könnten Konjunktursorgen in China und Europa, die jüngst vollzogene Zinswende in den USA und die politischen Differenzen mit Russland.

Einen Vorgeschmack auf das ganze Handelsjahr liefert die Dax-Entwicklung in den ersten fünf Handelstagen des neuen Jahres. Denn einer Börsenregel zufolge gibt die Entwicklung in diesem Zeitraum die Richtung für das Gesamtjahr vor. In der knapp 30-jährigen Geschichte des Dax traf diese Regel in rund 70 Prozent der Fälle zu – auch 2015, als der Leitindex rund zehn Prozent zugelegt hat.

Die Anleger beäugen vor allem die Notenbanken kritisch. Thema Nummer eins dürfte die Geschwindigkeit weiterer Zinserhöhungen der Fed sein. Neben Wirtschaftswachstum rücke das Thema Inflation in den Mittelpunkt, erklärt NordLB-Analyst Tobias Basse. Daher müssten Reden von US-Notenbankern daraufhin abgeklopft werden, ob sich die Fed bei ihrer Geldpolitik eher an die durch den niedrigen Ölpreis gedämpfte Gesamt-Teuerung oder an der Kernrate ohne die stark schwankenden Kosten für Energie und Lebensmittel orientierten.

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