Dax-Ausblick Testet der Dax das Allzeithoch?

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Die Deutsche Bank im Fokus
Das wurde 2016 aus 100.000 Euro
Platz 27: Aktien Nigeria
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Euro-Investoren, die im vergangenen Jahr an der kleinen nigerianischen Börse investierten, machten ein sehr schlechtes Geschäft. Das lag gar nicht mal an den Aktien selbst, der Leitindex Nigeria All Share verlor zwar „nur“ sieben Prozent. Das lag vor allem daran, dass der bevölkerungsreichste afrikanische Staat stark von den Öleinnahmen ist. Doch am 20. Juni gab die Zentralbank die Anbindung der heimischen Währung Naira an den Dollar auf. Die darauf folgende deutliche Abwertung der Währung Naira zu vielen Währungen macht die Aktien aber zum weltweit größten Verlustbringer. Wer Anfang des Jahres theoretisch 100.000 Euro an der Börse in Nigeria investierte, hat jetzt nur noch 61.390 Euro auf dem Konto. Privatanleger können jedoch kaum in Nigeria direkt investieren, es gibt auch keine Zertifikate oder börsengehandelte Indexfonds auf den Nigeria All Share.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Platz 26: Ghana
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Auch gezielte Investitionen an der Börse in Ghana sind für hiesige Privatanleger kaum möglich. Das ist auch gut so. Denn der Aktienindex der ebenfalls sehr kleinen Börse in Ghana, entwickelte sich sehr schlecht. Die agrarisch strukturierte  Wirtschaft des als Musterdemokratie auf dem Kontinent geltenden Landes,  schrumpft. Das Land ist stark vom Export von Rohstoffen wie Gold, Öl, Kakao und Edelhölzern abhängig. Dabei steigen zwar im vergangenen Jahr viele Rohstoffpreise, doch der Kakaopreis brach um fast ein Drittel ein. Von 100.000 in Ghana investierten Euro blieben bis Jahresende nur 77.840 Euro übrig.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

 

Platz 25: Aktien Ägypten
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Noch dramatischer als in Nigeria schlägt in Ägypten die Währungsentwicklung zu Buche. Dort gab die Zentralbank im November den Wechselkurs des ägyptischen Pfunds frei, das daraufhin abstürzte. Das bescherte Anlegern, die im Januar 100.000 Euro in den Leitindex EGX 30 investierten einen Verlust von 20.430 Euro, so dass nur noch 79570 Euro übrig bleiben. Das fast Tragische dabei: Die Abwertung beflügelten den Aktienmarkt. Der EGX 30 selbst gehört in Lokalwährungen gerechnet mit einem Plus von mehr als 70 Prozent zu den weltweit besten Börsen und stieg auf ein Rekordhoch nach dem anderen.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Platz 24: Aktien China
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Der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft verunsichert Anleger weltweit seit anderthalb Jahren. Das spiegelt sich auch der Börse wider. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandchinas erfasst, verlor über elf Prozent. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro weiter abwertete, bleiben Anlegern die 100.000 Euro in den Index investiert haben, nur 85.450 Euro übrig.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Platz 23: Britisches Pfund
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Das knappe Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union schockte am 24. Juni Europa die ganze westliche Welt. Der britische Aktienmarkt erholte sich – wie auch andere europäische Börsen – von dem Schock zwar recht schnell. Auf Jahressicht hat der Leitindex Footsie deshalb in Pfund gerechnet über 14 Prozent zugelegt und stieg Ende Dezember sogar auf ein Allzeithoch. Doch das britische Pfund selbst steht weiter unter massivem Druck. Zum Euro hat es in diesem Jahr gut 13 Prozent verloren und damit so viel wie keine andere Hauptwährung. Aus 100.000 in Pfund investierten Euro wurden so nur noch 86.980 Euro.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Platz 22: Mexikanischer Peso
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Dem mexikanischen Peso – dem zweitgrößten Verlierer der Hauptwährungen zum Euro – machte der Wahlsieg von Donald Trump zum US-Präsidenten zu schaffen. Kein Wunder, die USA sind Mexikos wichtigster Handelspartner, doch Trump will den Handel massiv besteuern und die Grenzen zu Mexiko dichter machen- auch wenn zuletzt vom dem im Wahlkampf propagierten Mauerbau nichts mehr zu hören war. Wer zu Jahresbeginn 100.000 Euro in mexikanischen Peso anlegt, verfügte Ende des Jahres jetzt nur noch über 89.510 Euro. Mexikos Leitindex IPC legte aber um zumindest rund sechs Prozent zu.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Platz 21: Sparbuch
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Seit Jahren lässt sich mit dem Sparbuch nichts mehr verdienen. So war es auch 2016. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro anlegt hat einen Gewinn von gerade mal 50 Euro – entsprechend von 0,05 Prozent gemacht. Immerhin verloren Anleger aber zumindest nominal – also ohne Berücksichtigung der Inflation – auch nichts.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Einige Analysten sehen bei positiven Konjunktursignalen gute Chancen, dass sich der Dax seiner Bestmarke von 12.390,75 Punkten aus dem April 2015 weiter nähern kann. „Das Umfeld für die Aktienmärkte bleibt weiterhin gut“, schreibt auch die Weberbank in ihrem Ausblick. Unter anderem sorgten die positive Wirtschaftsdynamik, steigende Unternehmensgewinne, eine weiterhin expansive europäische Notenbank sowie ein schwacher Euro mittelfristig für Auftrieb.

In der neuen Woche stehen am Dienstag die Leistungsbilanz-Daten aus den USA und am Mittwoch entsprechende Zahlen aus der Euro-Zone auf dem Plan. Am Donnerstag folgen Daten zur Kauflaune der deutschen und europäischen Verbraucher. Am Freitag werden die Auftragseingänge für langlebige US-Güter sowie die europäischen Einkaufsmanager-Indizes veröffentlicht. „Die Stimmung in der Wirtschaft im Euro-Raum nimmt inzwischen euphorische Züge an“, sagt Commerzbank-Analyst Christoph Weil. Es gebe keinen ersichtlichen Grund, warum sich der seit Dezember zu beobachtende steile Aufwärtstrend bei den Einkaufsmanagerindizes im März nicht fortsetzen sollte. „Andererseits haben sie sich inzwischen so weit von den fundamentalen Daten entfernt, dass ein weiterer Anstieg nur schwer vorstellbar ist.“

Auf geldpolitische Nachrichten müssen Börsianer aber auch in der neuen Woche nicht verzichten, da zahlreiche US-Notenbanker öffentlich auftreten. Am Donnerstag hält Fed-Chefin Janet Yellen eine Rede. Von ihren Aussagen und denen ihrer Kollegen erhoffen sich Investoren genauere Hinweise auf das Tempo und Zeitpunkt der erwarteten Zinserhöhungen. Nach der Anhebung in der alten Woche rechnen sie bis zum Jahresende noch mit zwei weiteren Schritten.

Von den Unternehmen erwarten Börsianer nur wenige Kursimpulse. Am Dienstag startet die Deutsche Bank ihre acht Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung. Das Geld hat das Institut schon sicher, weil die begleitenden Investmentbanken den Betrag voll garantieren. Entscheidend ist die Frage, ob die Frankfurter die neuen Papiere zu einem höheren als dem Mindestpreis von 11,65 Euro losschlagen können. Zum aktuellen Aktienkurs ist dies ein Abschlag von rund 35 Prozent.

Sein Debüt im europäischen Index Stoxx 600 feiert Scout24. Der Betreiber der Portale AutoScout24 und ImmobilienScout24 ist seit Herbst 2015 an der Börse gelistet und aktuell an der Börse rund 3,5 Milliarden Euro wert. Japanische Anleger können sich auf ein verlängertes Wochenende freuen. Am Montag bleibt die Börse Tokio wegen des Feiertags zum Frühlingsbeginn geschlossen.

 

 

 

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1 Kommentar zu "Dax-Ausblick: Testet der Dax das Allzeithoch?"

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  • Sehr geehrte Frau Schwarzer,

    jedes Wochenende die Interviews mit Bankern, die über die Börsenentwicklung der kommenden Woche nichts zu sagen wissen und nur labern?

    Vielleicht erinnern Sie sich noch an die prognostischen Fähigkeiten der Krake Paul, die bei den Europameisterschaften 2008 und der Weltmeisterschaft 2010 den Ausgang fast aller Turniere richtig vorausgesagt hat.

    Das Procedere war überaus einfach. In das Aqarium wurden 2 Deckelboxen aus Acrylglas versenkt, jede Box mit Futter in Form einer Miesmuschel. Auf der Betracherseite waren die Boxen mit der jeweiligen Nationalflagge der beiden Länder beklebt. Pauls Futterauswahl galt dann als Vorhersage des späteren Siegs.

    Ich bin der festen Überteugung, dass mit einer ähnlichen Konstruktion auch die Börsenentwicklung der kommenden Woche vorausgesagt werden kann. Und das ohne großen Aufwand. Eine Krake zu füttern, sollte für die Redaktion des Handelsblatts ein Kinderspiel sein. Vielleicht sprechen Sie einmal mit Ihren Kollegen. Machen Sie allen klar, dass so eine Krake ein ungeheures Medienecho hat und immer wieder für internationale Schlagzeilen gut ist.

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