Dax-Ausblick: Die Deutsche Bank im Fokus

Dax-Ausblick
Testet der Dax das Allzeithoch?

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Die Deutsche Bank im Fokus

Einige Analysten sehen bei positiven Konjunktursignalen gute Chancen, dass sich der Dax seiner Bestmarke von 12.390,75 Punkten aus dem April 2015 weiter nähern kann. „Das Umfeld für die Aktienmärkte bleibt weiterhin gut“, schreibt auch die Weberbank in ihrem Ausblick. Unter anderem sorgten die positive Wirtschaftsdynamik, steigende Unternehmensgewinne, eine weiterhin expansive europäische Notenbank sowie ein schwacher Euro mittelfristig für Auftrieb.

In der neuen Woche stehen am Dienstag die Leistungsbilanz-Daten aus den USA und am Mittwoch entsprechende Zahlen aus der Euro-Zone auf dem Plan. Am Donnerstag folgen Daten zur Kauflaune der deutschen und europäischen Verbraucher. Am Freitag werden die Auftragseingänge für langlebige US-Güter sowie die europäischen Einkaufsmanager-Indizes veröffentlicht. „Die Stimmung in der Wirtschaft im Euro-Raum nimmt inzwischen euphorische Züge an“, sagt Commerzbank-Analyst Christoph Weil. Es gebe keinen ersichtlichen Grund, warum sich der seit Dezember zu beobachtende steile Aufwärtstrend bei den Einkaufsmanagerindizes im März nicht fortsetzen sollte. „Andererseits haben sie sich inzwischen so weit von den fundamentalen Daten entfernt, dass ein weiterer Anstieg nur schwer vorstellbar ist.“

Auf geldpolitische Nachrichten müssen Börsianer aber auch in der neuen Woche nicht verzichten, da zahlreiche US-Notenbanker öffentlich auftreten. Am Donnerstag hält Fed-Chefin Janet Yellen eine Rede. Von ihren Aussagen und denen ihrer Kollegen erhoffen sich Investoren genauere Hinweise auf das Tempo und Zeitpunkt der erwarteten Zinserhöhungen. Nach der Anhebung in der alten Woche rechnen sie bis zum Jahresende noch mit zwei weiteren Schritten.

Von den Unternehmen erwarten Börsianer nur wenige Kursimpulse. Am Dienstag startet die Deutsche Bank ihre acht Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung. Das Geld hat das Institut schon sicher, weil die begleitenden Investmentbanken den Betrag voll garantieren. Entscheidend ist die Frage, ob die Frankfurter die neuen Papiere zu einem höheren als dem Mindestpreis von 11,65 Euro losschlagen können. Zum aktuellen Aktienkurs ist dies ein Abschlag von rund 35 Prozent.

Sein Debüt im europäischen Index Stoxx 600 feiert Scout24. Der Betreiber der Portale AutoScout24 und ImmobilienScout24 ist seit Herbst 2015 an der Börse gelistet und aktuell an der Börse rund 3,5 Milliarden Euro wert. Japanische Anleger können sich auf ein verlängertes Wochenende freuen. Am Montag bleibt die Börse Tokio wegen des Feiertags zum Frühlingsbeginn geschlossen.

 

 

 

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Jessica Schwarzer
Jessica Schwarzer
Handelsblatt / Chefkorrespondentin Börse

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  • Sehr geehrte Frau Schwarzer,

    jedes Wochenende die Interviews mit Bankern, die über die Börsenentwicklung der kommenden Woche nichts zu sagen wissen und nur labern?

    Vielleicht erinnern Sie sich noch an die prognostischen Fähigkeiten der Krake Paul, die bei den Europameisterschaften 2008 und der Weltmeisterschaft 2010 den Ausgang fast aller Turniere richtig vorausgesagt hat.

    Das Procedere war überaus einfach. In das Aqarium wurden 2 Deckelboxen aus Acrylglas versenkt, jede Box mit Futter in Form einer Miesmuschel. Auf der Betracherseite waren die Boxen mit der jeweiligen Nationalflagge der beiden Länder beklebt. Pauls Futterauswahl galt dann als Vorhersage des späteren Siegs.

    Ich bin der festen Überteugung, dass mit einer ähnlichen Konstruktion auch die Börsenentwicklung der kommenden Woche vorausgesagt werden kann. Und das ohne großen Aufwand. Eine Krake zu füttern, sollte für die Redaktion des Handelsblatts ein Kinderspiel sein. Vielleicht sprechen Sie einmal mit Ihren Kollegen. Machen Sie allen klar, dass so eine Krake ein ungeheures Medienecho hat und immer wieder für internationale Schlagzeilen gut ist.

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