Dax-Ausblick: Die Hoffnung kehrt zurück

Dax-Ausblick
Die Hoffnung kehrt zurück

Anleger fassen neuen Mut: Der Dax konnte zuletzt einen Teil der schweren Verlusten aus dem Januar wieder aufholen. Der Optimismus wächst, auch wenn weiter mit Turbulenzen zu rechnen ist.

DüsseldorfEs gibt wieder Optimisten. Bereits Ende des dritten Quartals soll der Dax wieder bei 10.000 Punkten stehen, erklären die Analysten der DZ Bank in ihrem aktuellen Research-Bericht. Ende 2016 liegt die Prognose sogar bei 10.300 Punkten. „Die Stimmung ist derzeit von extremem Pessimismus geprägt, was üblicherweise ein Zeichen für eine bevorstehende Wende ist“, erklären die Geldexperten.

Nun bedürfe es eines Katalysators, um die negative Stimmung in eine neue Kauflaune wandelt. „Dieser könnte in einer Stabilisierung der volkswirtschaftlichen Indikatoren oder des Rohölpreises bestehen“, erklären die Analysten. Auch Dividenden könnten locken. Mit mehr als 38 Milliarden Euro zahlen die Deutschen Unternehmen so viel wie nie zuvor. Die Dividendenrendite im Dax liegt mit 3,8 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt.

Einen kleinen Vorgeschmack auf bessere Zeiten gab es bereits. Der Dax ging trotz eines zeitweiligen Durchhängers mit einem Plus von gut ein Prozent aus der Woche. Zuvor hatte die Furcht der Investoren vor einer Rezession in der weltgrößten Volkswirtschaft USA und einer abrupten Konjunkturabkühlung in China den Börsen weltweit zugesetzt.

Der dritte Belastungsfaktor - ein fallender Ölpreis - rücke dagegen etwas in den Hintergrund, betonen Börsianer. Dieser werde aber sicher weiter zurückgehen, da Iran nach dem Ende der westlichen Sanktionen als Exporteur auf den Weltmarkt zurückkehrt und damit ein Ende der weltweiten Ölschwemme nicht in Sicht ist.

In der Hoffnung auf robuste US-Konjunkturdaten blicken Börsianer jetzt verhalten optimistisch in die neue Handelswoche. „Der übertriebene Pessimismus beginnt zu schwinden“, betont Aktienstratege Tobias Basse von der NordLB. „Die Zahlen werden diese Sicht sicher stützen.“
Besonderes Augenmerk richten Investoren auf die Stimmung der Einkaufsmanager aus der schwächelnden US-Industrie. „Ein Befreiungsschlag wird dem Einkaufsmanagerindex (ISM) wohl auch im Februar nicht gelungen sein“, warnen die Experten der Bank HSBC Trinkaus.

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