Dax-Ausblick
Draghi bringt der Börse Glück

Der Dax hat die Marke von 11.000 Punkten wieder geknackt und notiert auf dem höchsten Stand seit Ende August. Experten sehen dank der Politik von EZB-Chef Mario Draghi optimistisch in die neue Woche und hoffen auf einen guten Jahresausklang.

FrankfurtEs geht doch. Lange hat Deutschlands Leitindex Dax gebraucht, um die Marke von 11.000 Zählern wieder zu überwinden. In dieser Woche hat er es zum ersten Mal seit Mitte August wieder geschafft. Er beendete die Woche auf einem Stand von über 11.100 Punkten – ein Wochenplus von rund vier Prozent. Dabei waren Börsianer nach den erschütternden Anschlägen in Paris sehr vorsichtig in die Woche gegangen. Nachdem die europäischen Aktienmärkte am Montagmorgen mit Kursverlusten auf den Terrorakt reagiert hatten, wurden diese bis zum Handelsende wieder aufgeholt.

„Manche Beobachter mögen diese Reaktion für herzlos halten, doch die Begründung für dieses Verhalten ist schnell gefunden“, schreiben die Strategen der Privatbank MM Warburg. Anleger müssten „rational wie möglich zu beurteilen versuchen, ob und in welchem Ausmaß sich terroristische Anschläge auf das fundamentale und wirtschaftliche Umfeld auswirken.“

Dabei haben die Erfahrungen, nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York, am 11. März 2004 in Madrid und am 7. Juli 2005 in London gezeigt, dass sich die Welt durch den Terror nicht aus den Angeln heben lässt. Sowohl die politischen Institutionen als auch das Wirtschafts- und Finanzsystem blieben voll funktionsfähig. „Von daher haben sich die Kapitalmärkte von dem ersten Schock auch immer wieder mehr oder weniger schnell erholt“, meinen die MM-Warburg-Experten.

Etwas vorsichtig schauen nur einige Ökonomen auf den Ifo-Geschäftsklimaindex, der am Dienstag veröffentlicht wird. Im Konsens erwarten Volkswirte hier zwar nur einen ganz leichten Rückgang von 108,2 auf 108,1 Punkte, aber: Nach den Terroranschlägen könnte auch bei den befragten deutschen Unternehmen wieder etwas Unsicherheit insbesondere mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft aufgekommen sein, meinen die Volkswirte der Dekabank. Von daher könnte der Ifo etwas schwächer ausgefallen sein als die Mehrheit erwartet.

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