Dax-Ausblick
Ein Schritt vor, ein Schritt zurück

Wenig Bewegung auf dem Börsenparkett: Der Dax kommt nicht vorwärts. Auch die zahlreichen Quartalszahlen in der kommenden Woche dürften daran nichts ändern. Für die Unternehmen wird der starke Euro zur Belastung.
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DüsseldorfDer Dax dürfte in der neuen Woche keine großen Sprünge machen. Schon in der abgelaufenen Woche waren Dax und Dow kaum vom Fleck gekommen und pendelten mit rund 9500 beziehungsweise 16550 Zählern weiterhin um ihre Schlussstände von Ende April.

Vor allem die weiterhin angespannte Lage in der Ukraine hindert die Anleger derzeit an größeren Käufen. Viele Investoren fürchten eine militärische Eskalation des Konflikts in der Ukraine. Die Separatisten in der Ost-Ukraine hatten Russlands Präsidenten Wladimir Putin eine Abfuhr erteilt. Sie lehnten die von Putin angeregte Verschiebung des für Sonntag geplanten Referendums über die Unabhängigkeit der Industrie-Region ab. Ein ähnliches Referendum auf der Halbinsel Krim hatte den Konflikt um die Ukraine massiv verschärft. Die überwiegend russisch-stämmigen Menschen stimmten für eine Eingliederung des ukrainischen Gebiets in die Russische Föderation. Auch im Osten der Ukraine leben viele Russischstämmige.

Auf deutscher Seite stehen einige Unternehmensbilanzen an: Im Dax legen die Versorger Eon (Dienstag) und RWE (Mittwoch) ihre Berichte vor. Dann dürfte sich zeigen, ob der warme Winter ähnlich wie bei ENBW seine Spuren in den Quartalszahlen der Unternehmen hinterlassen hat. Wegen der milden Witterung verkaufte ENBW weniger Gas und verdiente auch weniger mit der Netzdurchleitung für andere Versorger. Ebenfalls in die Bücher schauen lassen sich unter anderem die Allianz, K+S, Deutsche Post und ThyssenKrupp.

Aus Sicht von Commerzbank-Analyst Markus Wallner fielen die Unternehmensergebnisse in dieser Berichtssaison bislang sehr gemischt aus, wobei die Ergebnisse der mittelgroßen MDax-Unternehmen mehr überzeugen konnten als die Dax-Schwergewichte. Mittlerweile haben drei Viertel der Unternehmen im Dax und gut zwei Drittel der MDax-Unternehmen berichtet. Vor allem die Dax-Konzerne hätten unter dem starken Euro beziehungsweise unter der Abwertung vieler Schwellenlandwährungen gelitten.

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