Dax-Ausblick
Fed gibt den Börsentakt vor

Die Börsianer dürften verhalten in die kommende Woche starten. Denn: Weiterhin herrscht große Unsicherheit über das Vorgehen der Fed. Am Mittwoch verrät der Ifo-Index, wie deutsche Chefs die Wirtschaft einschätzen.

Die US-Notenbanker könnten für einen spannenden Jahresausklang an den Aktienmärkten sorgen. Schließlich warten Anleger rund um den Globus darauf, ob die Fed um ihren Chef Ben Bernanke bereits im Dezember die Anleihekäufe zurückfahren könnte. Die Schar der Marktbeobachter ist in dieser Frage gespalten.

Für die einen sprechen die zuletzt besseren Zahlen vom US-Arbeitsmarkt und die Einigung im Budgetstreit durchaus dafür. Die Mehrzahl hält allerdings dagegen, dass sich Bernanke & Co angesichts der dünnen Börsenumsätze im Vorweihnachtsgeschäft und des Anfang des Jahres anstehenden Stabwechsels zu Janet Yellen bei ihrem Treffen am Dienstag und Mittwoch nicht aus dem Fenster lehnen werden.

Für einen späteren Einstieg in den Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik spricht nach Meinung der Commerzbank auch die zuletzt gefallene Teuerungsrate, die sich damit weiter vom Inflationsziel der Fed von zwei Prozent entfernt hat. „Deshalb halten wir es für etwas wahrscheinlicher, dass die Fed noch einmal zaudern und erst im März springen wird“, schreibt Chefvolkswirt Jörg Krämer.

Dafür spricht der HSH Nordbank zufolge auch, dass die US-Wirtschaft zum Jahresausklang weniger schnell wachsen wird als im dritten Quartal. Experten fürchten wegen des „Shutdown“ der Regierung als Folge des Haushaltsstreits eine Konjunkturabkühlung zum Jahresende. Das politische Gerangel zwischen Republikanern und Demokraten mit der teilweisen Schließung der öffentlichen Verwaltung und dem Kompromiss in letzter Minute hatte die Anleger im Oktober umgetrieben.

Der Streit scheint nun erst einmal vom Tisch zu sein, da die Kongresskammer jüngst für den auf zwei Jahre angelegten Haushaltsplan stimmte. Zwar steht die Zustimmung des Repräsentantenhauses und des Senats noch aus, dies gilt aber als Formsache.

Trotz aller Vorbereitung birgt die erwartete Drosselung der für die Börsenrally maßgeblichen Liquidität die Gefahr von Kursrückschlägen. Sollte die Fed bereits im Dezember bei ihren Anleihekäufen aktiv werden, ist das Thema Jahresendrally an den Börsen abgehakt, vermutet etwa die Landesbank Berlin. Hält die Fed hingegen die Füße still, könnte sich der jüngste Abwärtstrend von Dax & Dow wieder umkehren. In der ablaufenden Börsenwoche verzeichnete der Dax bis Freitagnachmittag ein Minus von 1,5 Prozent, der Dow Jones verlor 1,7 Prozent.

Trotz aller Vorbereitung birgt die erwartete Drosselung der für die Börsenrally maßgeblichen Liquidität die Gefahr von Kursrückschlägen. Sollte die Fed bereits im Dezember bei ihren Anleihekäufen aktiv werden, ist das Thema Jahresendrally an den Börsen abgehakt, vermutet etwa die Landesbank Berlin. Hält die Fed hingegen die Füße still, könnte sich der jüngste Abwärtstrend von Dax & Dow wieder umkehren. In der ablaufenden Börsenwoche verzeichnete der Dax bis Freitagnachmittag ein Minus von 1,5 Prozent, der Dow Jones verlor 1,7 Prozent.

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