Dax-Ausblick
Hoffnungsfrohe Ostern

Die Aktienrally ist fürs Erste abgeblasen, Nervosität an die Märkte zurückgekehrt. Wird der Ausverkauf der Technologiewerte weitergehen, werden Banktitel leiden – oder dreht die Stimmung? Optimisten haben gute Argumente.
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Was für eine Woche für den Dax. Knapp 9.700 Punkte waren es zum Handelsstart am Montag, danach ging es abwärts. In den USA begann ein Ausverkauf der als zu teuer empfundenen Technologietitel, der den Dax bis zum Freitag mit in den Keller riss. Mehr als 400 Punkte oder knapp vier Prozent hat der Leitindex in einer Woche verloren – der größte Wochenverlust seit Juni vergangenen Jahres. Und jetzt? Kriegt der Dax noch einmal die Kurve – oder ist es der Beginn eines Ausverkaufs im großen Stil? Wenn überhaupt scheint nur eines sicher: Die Woche vor Ostern wird einiges an Überraschungen bringen.

„Die Stimmung an den Börsen ist angeschlagen – und Technologieaktien bekommen das besonders deutlich zu spüren“, kommentiert Händlerin Anita Paluch von der Varengold Bank den Einbruch der US-Technologieindex Nasdaq 100 und den sich anschließenden Bärenmarkt. Anleger in den USA wie in Europa stoßen derzeit reihenweise teure Titel ab, um ihre Risiken abzubauen, soweit herrscht Einigkeit.

Dabei ist der Ausverkauf bei Technologiewerten nur ein Ereignis, das Börsianer in der kommenden Woche auf Trab halten wird. Ebenso mit Spannung erwarten die Märkte die Quartalszahlen einer Reihe bedeutender Unternehmen, allen voran der Geldhäuser Citigroup (Montag), Bank of America (Mittwoch), Goldman Sachs (Donnerstag).

Bereits am Freitag hatte die Investmentbank JP Morgan Anleger mit einem schlechten Quartalsergebnis enttäuscht. Mancher Beobachter fürchtet nun, dass Bankentitel allgemein schlecht abschneiden könnten – hiesige Titel wie die Deutsche Bank eingeschlossen. „Es war ein hartes Quartal für die Branche”, sagt Pri de Silva, leitender Bankenanalyst bei CreditSights in New York.

Insgesamt beurteilten Analysten die Geschäftsaussichten der Firmen immer pessimistischer, wodurch die aktuellen Aktienkurse immer schwerer zu rechtfertigen seien. „Für den S&P 500 sind die Gewinnerwartungen seit Jahresbeginn um 2,2 Prozent gefallen“, sagt Commerzbank-Experte Andreas Hürkamp. „Wir können immernoch annehmbare Unternehmensgewinne erwarten, doch werden die Erlöse wohl nicht so sehr steigen wie gedacht“, sagt Nicola Marinelli vom Londoner Investmentmanager Sturgeon Capital.

Jedoch sehen manche Experten durchaus Grund zur Hoffnung: Zum einen sei die Revision von Gewinnprognosen im Vorfeld einer Bilanzsaison durchaus üblich, sagt Aktienstratege Matthias Thiel von MM Warburg – Börsianer wissen das. Und sie wissen ebenso: Je geringer die Erwartungen, desto euphorischer reagieren die Börsen, wenn es am Ende dann weniger schlecht kommt als gedacht. „Die Bilanzsaison kann durchaus einige positive Überraschungen bringen“, sagt Paluch von der Varengold Bank.

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  • Mit Hexensabbat bezeichnet man nur den großen Verfallstag und nicht den kleinen Verfallstag!

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