Dax-Ausblick
Neue Kursrekorde an der Börse?

Nach politischen Großereignissen und geldpolitischen Entscheidungen blicken Anleger in der kommenden Woche vornehmlich auf die Konjunktur. Auf Unternehmensseite sind kaum kursbewegende Nachrichten zu erwarten.
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DüsseldorfDie Einigung zwischen Griechenland und seinen Geldgebern hat die Aktionäre deutscher Dividendentitel am Freitag beruhigt. Der Deutsche Aktienindex (Dax) stieg um ein halbes Prozent auf 12.752 Punkte. Das heißt nicht, dass deutsche Aktien in der nächsten Woche weiter zulegen werden.

Die Helaba meint zwar, dass die Stimmung in der deutschen Wirtschaft so gut ist, „dass sie kaum besser werden kann“. Die Analysten der Bank berufen sich bei ihrer Einschätzung darauf, dass der ifo-Geschäftsklima im Mai einen neuen Rekord aufgestellt hat. Außerdem sei der Einkaufsmanagerindex für die Industrie im gleichen Monat mit 59,5 Punkten nicht mehr allzu weit entfernt ist von seinem Top von 62,7 Anfang 2011.

Doch die Luft wird so weit oben für Konjunkturbarometer und Aktienindizes dünner. Je höher die Konjunkturindizes stehen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie weiter klettern. Gleichzeitig nimmt damit auch die Chance ab, dass Konjunkturdaten den Aktienmarkt noch einmal zusätzlich stimulieren und den Dax in die Nähe des Rekordwertes von 12.879 Punkten bringen.

Die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ist ein Grund für die steigenden Kurse der vergangenen Monate. EZB-Präsident Mario Draghi deutete in der vergangenen Woche die Zinswende zu einem noch nicht bestimmten Zeitpunkt an. „Wir glauben nach wie vor nicht daran, dass die EZB ihre Leitzinsen vor einem Ende der Anleihenkäufe anheben wird“ schreibt die Commerzbank.

Vor allem in den ersten Tagen der kommenden Woche dürften die Kurs-Reize fehlen, weil global betrachtet kaum gewichtige Konjunkturdaten veröffentlicht werden. Das ändert sich am Freitag in Europa mit der Publikation diverser Einkaufsmanager-Indizes. Doch die dürften nach Einschätzung der HSBC nicht steigen, sondern moderat nachgeben. Die Bank begründet diese Prognose mit einer „zuletzt eher enttäuschenden Entwicklung der Industrieproduktion in der Eurozone und Anzeichen dafür, dass die globale Erholung des Verarbeitenden Gewerbes den Zenit wohl bereits überschritten hat.

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