Dax-Ausblick
Schwere Zeiten für deutsche Aktien

Alle Blicke richten sich nun auf Amerika. Dort streiten sich die Parteien über eine neue Schuldenobergrenze. Außerdem sorgt die Federal Reserve für eine Zitterpartie - lauter schlechte Vorzeichen für den Dax.
  • 3

FrankfurtEigentlich ist es wie es immer. Egal in Europa passiert, wirklich Interessantes kommt in der Regel aus den USA. Denn hierzulande scheint die Euro-Krise immer mehr ihre Schrecken zu verlieren, auch wenn die aktuelle Anleihe-Auktion in Italien nicht ganz so erfolgreich verlief, wie erhofft. Die Zeichen für eine Erholung der Euro-Zone stehen so gut, wie seit langem nicht mehr

Auch ein Blick auf das Notenbankengeschehen offenbart, dass wirklich entscheidende Nachrichten aus den Vereinigten Staaten kommen, und die Europäische Zentralbank wieder nur die zweite Rolle spielt.

Doch bevor die Anleger ihre Blicke wieder auf die Federal Reserve fixieren können, müssen sie einen weiteren Showdown in den USA abwarten – wieder einmal. Nach der Federal Reserve steht nun der amerikanische Staat im Fokus der Börsen. Die alles entscheidende Frage ist: Bleiben die USA zahlungsfähig oder droht ihnen der finanzielle Kollaps?

Am 1. Oktober werden die Investoren schlauer sein. Bis dahin müssen sich Demokraten und Republikaner im Kongress provisorisch über eine wieder abgehobene Schuldenobergrenze einig sein. Die kritische Summe beläuft sich derzeit auf unvorstellbare 16,7 Billionen Dollar. In einem ersten Schritt müsste mit der provisorischen Einigung diese Summe abermals nach oben geschraubt werden.

Kommen die Parteien nicht auf einen gemeinsamen Nenner, dürfte sich die finanzielle Lage in den USA zuspitzen. Staatsbediensteten würde der Zwangsurlaub drohen. Doch was noch schlimmer wäre: Die USA könnten ihre Anleihen nicht mehr bedienen.

„Momentan ist noch kein Kompromisswille erkennbar“, schreiben die Analysten der Landesbank Berlin in einem Kommentar. „Die Märkte werden damit an den Spätsommer 2011 erinnert, als der Aktienmarkt in Reaktion auf die drohende Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten aufgrund der Ungewissheit über eine rechtzeitige Erhöhung der Schuldengrenze um fast 20 Prozent eingebrochen war.“ Damals entzog die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) den USA die Top-Bonitätsnote „AAA“.

Kommentare zu " Dax-Ausblick: Schwere Zeiten für deutsche Aktien"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Viele deutsche Aktien sind ein Drama. Grund dürfte die allgemeine Unsicherheit ausländischer Investoren gegenüber der Euro-Zone sein. Solange keine vernünftige Lösung für den Euro gefunden wurde (z.B. Trennung in Nord- und Süd-Euro) wird sich daran nichts ändern.

  • Seh ich im Moment genau so. Italiens Ruecktritt der Regierung, Haushaltstreit in den USA und "Krise" in den Schwellenlaendern. Ausserdemsind Oktober und November grundsaetzlich schlechte Monate.

    Im Uebrigen Manipulation:

    http://travelling-bali.com/confusing-financial-markets-trades-economical-laws-going-wrong/

    Da gibt es noch mehr interessantes!!!

    Viel Spass beim Lesen und mal Gehirnzellen einschalten und drueber nachdenken!!

  • Raus aus den Aktien, der Markt ist manipuliert wie nie zuvor.


    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/lufthansa-aktien-von-fluggesellschaften-werden-schlecht-bewertet-a-924268.html

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%