Dax-Ausblick
Showdown in Brüssel

Kommt das Rettungspaket für Athen, kommt es nicht, kommt es doch? Am Montag soll endlich die Entscheidung der Eurogruppe fallen. Ein positives Votum könnte den Dax kräftig anschieben und sogar über 7.000 Punkte treiben.
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Frankfurt, DüsseldorfVertagen, diskutieren, vertagen - so scheint die Devise rund um Griechenlands Schuldenproblem zu lauten. Nicht nur Politiker, auch Anleger und Investoren sind des ewigen Hin und Hers überdrüssig. Doch nun steht sie an: Die Entscheidung der Eurogruppe über das zweite Rettungspaket für Griechenland.

Mit der Annahme des jüngsten Sparpakets im griechischen Parlament sei bereits ein wichtiger Schritt für das zweite Hilfspaket getan, heißt es aus der DZ Bank. Aber noch fehle es an Garantien, dass die Sparpläne auch nach den Neuwahlen im April in Gänze umgesetzt werden. Daher bliebe die Stimmung an den Märkten und bei den Unternehmen störanfällig.

Für Montag ist die finale Runde der Eurogruppe angesetzt. Entscheidet die Gruppe in Brüssel positiv, bekommt Griechenland neue Hilfen in Höhe von mindestens 130 Milliarden Euro. Ein positives Votum könnte außerdem den Dax kräftig anschieben. „Sollte sich die Eurogruppe auf ein Ja zu dem zweiten Rettungspaket einigen, dann wäre das ein positives Signal an die Märkte, und der Dax könnte stante pede die 7.000 Punkte nehmen“, sagt Aktienstratege Heinz-Gerd Sonnenschein von der Postbank. „Wenn es keine Einigung gibt, wäre das aber auch nicht tragisch, dann wursteln wir halt mit der Belastung im Nacken weiter vor uns hin.“

So oder so sind mit dem zweiten Rettungspaket nicht alle Schuldenprobleme vom Tisch. Die Commerzbank fragt in ihrem Wochenausblick, wie wackelig mit Portugal der nächste Dominostein sei. Ein zweites Hilfspaket wird auch für dieses Land immer wahrscheinlicher. Die Analysten der Commerzbank gehen aber davon aus, dass Portugal ohne einen Schuldenschnitt auskommen wird.

Große Sprünge trauen Aktienstrategen dem Dax dann allerdings nicht mehr zu. Nach der steilen Rally seit Jahresbeginn sei die „psychologische Hürde“ der 7.000 Punkte sehr hoch. „Die kräftigen Kurssteigerungen seit Herbst vergangenen Jahres haben dazu geführt, dass bei zahlreichen Marktteilnehmern deutliche Gewinne aufgelaufen sind“, schreibt die Landesbank Berlin. „Eine verstärkte Neigung zu Gewinnmitnahmen sollte somit nicht überraschen.“

In der alten Woche hat der Leitindex noch einmal 2,4 Prozent gewonnen und stand bei Börsenschluss bei 6848 Punkten. Am Freitag setzten Investoren darauf, dass sich die Eurogruppe auf das neue Rettungspaket einigen wird und trieben den Dax zeitweise auf ein Jahreshoch von 6874 Punkten. Das Plus seit Jahresbeginn liegt damit bei 16 Prozent. Dass die Börse trotz der Griechenland-Krise so stark zulegen konnte, führen Experten auf die großzügige Geldversorgung der europäischen Banken durch die EZB zurück. Die massive Liquiditätszufuhr und Tendenzen zu einer weniger restriktiven Geldpolitik in einigen Emerging Markets ließen die Risikoaversion zuletzt deutlich fallen, heißt es von den Analysten der Commerzbank in ihrem Wochenausblick.

Analysten der DZ Bank sehen die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone weiterhin als Unsicherheitsfaktor für die Aktienmärkte. In fast allen europäischen Ländern und auch in der Eurozone insgesamt schrumpfte das BIP im vierten Quartal 2011. Lediglich Frankreich konnte überraschen, denn dort wuchs das BIP.

Kommentare zu " Dax-Ausblick: Showdown in Brüssel"

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  • @Ede

    Und der Steuerfreibetrag liegt bei 10500 Euro. Welch ein Zufall. Übrigens muss (natürlich) der Grieche auch hier weniger zahlen, denn in D liegt der Steuerfreibetrag bei 8500 Euro.

    Bei den Zahlen ist es doch komisch, dass der griechischen Regierung nichts einfällt, um an mehr Geld zu kommen!?

    Von Anstrengungen sehr ich jedenfalls nichts, wenn ich mir die Zahlen so ansehe.

  • Hä?

  • Da zählt keiner 40%. Ärzte verdienen doch nur 10 k p.a.

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