Dax-Ausblick
Vorsicht vor Entzugserscheinungen

In der vergangenen Woche hatten Aktionäre allen Grund zum Feiern. Die Versprechen der EZB und der Fed haben die Börsen angetrieben. Doch auf die Party könnte der Kater folgen. Die Märkte sind süchtig nach Geldspritzen.
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Der Markt feierte die Fed und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Auf Wochensicht hat der Dax mehr als zwei Prozent zugelegt und erreicht ein Jahreshoch nach dem anderen. Eigentlich ist die Stimmung an den Börsen weltweit positiv und der Weg für den Dax nach oben frei. Doch nun könnte Ernüchterung einsetzen. Anleger lassen sich nämlich kaum noch von Nachrichten animieren, die nicht mit Geldspritzen zu tun haben - und Gewinnmitnahmen sind jetzt besonders verlockend.

„Der Markt ist heiß gelaufen. Das war zuletzt so ein ordentlicher Schluck aus der Pulle, dass es eine kleine Korrektur geben könnte und das wäre auch gesund“, prognostiziert Aktienstratege Wolfgang Duwe von der Bremer Landesbank. Sein Kollege Heinz Gerd Sonnenschein von der Postbank sieht das ähnlich und rechnet für die neue Woche ebenfalls mit einer Abwärtsbewegung. „So eine Euphorie wie wir sie zuletzt gesehen haben, trägt normalerweise nicht lange. Die Luft ist jetzt raus“, bringt er seine Skepsis auf den Punkt. „Einige Investoren werden sich ihre Gewinne wohl sichern.“

In der alten Woche hat der Dax gut 200 Punkte zugelegt. Am Freitag markierte der Leitindex mit 7.428 Punkten sogar den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr. Zwei Dinge brachten die Anleger in Kauflaune: Am Mittwoch hatte das Bundesverfassungsgericht grünes Licht für den Rettungsschirm ESM gegeben, am Donnerstag kündigte die Fed an, mit Hypotheken besicherte Wertpapiere kaufen zu wollen und den Leitzins bis 2015 niedrig zu halten, um die US-Konjunktur anzukurbeln.

Seit die EZB Anfang September mitgeteilt hatte, unter bestimmten Bedingungen unbegrenzt Anleihen zu kaufen, hat der Leitindex sogar mehr als sechs Prozent zugelegt. „Das waren alles Themen, die wie eine Käseglocke über dem Markt lagen. Abgesehen von kurzfristigen Korrekturen könnte der Dax bis Ende des Jahres in Richtung 8000 Punkte steigen“, gibt sich Aktienstratege Duwe optimistisch.

Beeindruckend sieht die Bilanz des Dax seit Anfang Juni aus. Seitdem hat er ein Plus von 1.400 Punkten oder knapp 25 Prozent verzeichnet. Die deutlichen Kursgewinne sind nach Einschätzung von Duwe auch ein Grund, weshalb es auf längere Sicht weiter nach oben gehen wird. „Das ist wie eine Spirale. Viele Großanleger sind unterinvestiert und wenn der Markt weiter steigt, müssen sie irgendwann auch kaufen.“

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Kurzfristiger Bullenmarkt mit Inflationsangst

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  • @ elSapo

    Prinzipiell stimme ich Ihnen zu. Das HB sollte tatsächlich diesen Spinner sperren.
    Allerdings zeigen die Beiträge von dem Geistig verwirrten MI6 was von den Islamisten zu halten ist. Intollerante Spinner die gedanklich der Steinzeit zuzuordnen sind und - falls sie überhaupt lesen können - den Koran nur auszugsweise auf ihre eigenen - intellektuell beschränkten - Vorstellungen heranziehen. Besonders ausgeprägt scheint dabei der Wunsch zu sein es im Paradies Mohamed gleich zu tun und sich über die wartenden Jungfrauen herzumachen. Bis es denn soweit ist begnügen sie sich in ihrer Wahnvorstellung mit ausgeprägter Onanie. Die Auswirkungen dieses Treibens sieht man dann z.B. hier an den Beiträgen von MI6. Diese Kaffern wollen uns einreden, dass der Dauerpopper Mohamed, der sich auch über minderjährige Jungfrauen hergemacht hat und hierzu eine Alibischrift namens Koran an seine gläubigen Trottel verfasst hat die wahre Lebenseinstellung ist. Von mir aus können diese Halbwilden leben wie sie wollen; aber bitte dann sollen sie auch in ihren Heimatländern bleiben und auf Entwicklungshilfe verzichten. Wir brauchen diese hirnlosen Typen nicht.

  • Liebe Handelsblatt-Online-Redaktion
    In diesem und auch in anderen Foren nervt ein Islamist, namens MI6, der laufend die selben Textbausteine absondert. Können Sie den bitte abwürgen?

  • Das Dilemma, die Eurokrise, nicht die Schuldenberge der einzelnen Länder, wurde durch den Maastrichtvertragsbruch ausgelöst.
    Milliarden sind verpulvert, ohne Aussicht dass sich in den Krisenländern eine Besserungen einstellte. Keiner fragt mehr danach warum überhaupt 1992 die Euroverträge geschlossen wurden, die das jetzige Chaos verhindert hätten!
    Für Schulden ist jeder in seinem Land selbst alleine zuständig. Zwangssolidarität die Merkel fordert baut unseren Wohlstand ständig weiter ab.
    Und nun fürchten sich die Verantwortlichen vor dem kommenden Erlöschen ihres Strohfeuers!

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