Dax-Ausblick: „Was hoch fliegt, kann tief fallen“

Dax-Ausblick
„Was hoch fliegt, kann tief fallen“

Am Aktienmarkt herrscht eine ungewöhnliche Situation: Fast alle Experten halten die Dax-Rally für nicht mehr gesund, glauben aber an noch weiter steigende Kurse. Die nächste magische Marke könnte in dieser Woche fallen.
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FrankfurtImmer schneller, immer höher - der Dax kennt in diesem Jahr offenbar nur eine Richtung, nach oben. Auch in der dritten März-Woche wird sich an dieser Grundtendenz nach Einschätzung von Analysten wenig ändern. „Die Chancen sind gut, dass der Dax die 12.000er Marke knackt“, sagt NordLB-Stratege Tobias Basse.

Allerdings sei das Kursniveau schon sehr hoch, auch wenn der deutsche Aktienmarkt noch günstiger als der US-Markt bewertet sei. Eine mögliche Straffung der US-Geldpolitik und eine Eskalation des Streits um die griechischen Schulden dürften die Anleger auf Dauer aber nicht kalt lassen.

Doch derzeit steht fest: „Die Lösung der Griechenland Frage im Sinne eines „Deal or no Deal“ hat an Bedeutung für die Marktentwicklung verloren“, meint Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse der Baader Bank. Mittlerweile könnten die Finanzmärkte mit jeder Entwicklung und auch mit dem Grexit leben.

In der vergangenen Woche hatte der Dax rund zwei Prozent zugelegt. Auslöser für den Run auf die Dividendenpapiere war das Öffnen der Geldschleusen durch die Europäische Zentralbank (EZB). Mit ihren Käufen von Staatspapieren drückte sie die Renditen am Rentenmarkt und den Euro immer tiefer in den Keller. Die Gemeinschaftswährung verlor in der Spitze fast fünf US-Cent auf zeitweise weniger als 1,05 Dollar. Viele Euro-Staatsanleihen rentieren so wenig wie noch nie zuvor.

Unterstützung für den Dax könnte in der neuen Woche auch vom großen Verfallstermin, dem sogenannten „Hexensabbat“ am Freitag ausgehen. Bei der Fälligkeit von Aktien- und Index-Optionen sowie Futures hätten viele Anleger auf hohe Kurse gewettet. „Und da wird so eine Marke wie 12.000 Zähler gerne für Käufe instrumentalisiert“, sagte ein Händler an der Frankfurter Börse.

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