Dax-Bericht
Gewinnmitnahmen drücken den Dax

Abwärts geht es am Freitag im Verlauf des Vormittagsgeschäfts mit den deutschen Aktienkursen. Die deutlichen Verluste der Indexschwergewichte Allianz und Siemens drücken auf den Dax.

HB FRANKFURT. Der Dax fällt gegen 11.10 Uhr um 1,2% 65 auf 5.477 Punkte. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende, auch weil New York mit dem Martin-Luther-King-Day vor einem langen Wochenende steht. „Der eine oder andere wird sicher vor dem Wochenende ein paar Gewinne mitnehmen wollen, zumal heute zunächst keine frischen Impulse zu erwarten sind“, sagte ein Händler bereits vor dem Börsenstart. Mit Aufmerksamkeit verfolgten Börsianer zudem den sich zuspitzenden Atomstreit mit dem Iran. „So lange aber noch die Aussicht auf eine diplomatische Lösung besteht, erwarte ich aber keine Auswirkungen auf den Aktienmarkt“, betonte ein anderer Händler.

Allianz und Siemens leiden unter Abstufungen großer Investment-Banken. Andererseits sei die Unterstützung bei 5.480 Punkten nicht nachhaltig verletzt worden, heißt es. Damit bleibe die Chance auf neue Dreieinhalbjahreshochs über 5.553 zumindest über den Tag hinaus erhalten, so ein Händler.

Siemens fallen um 1,9% auf 72,11 Euro, nachdem die Analysten von Lehman Brothers die Aktie auf „Underweight“ gesenkt haben. Allianz verlieren 2,2% auf 129,65 Euro. Hier haben die Analysten von Merrill Lynch am Morgen ihre Einschätzung auf „Neutral“ von „Buy“ gesenkt. Infineon verbilligen sich nach schwachen Vorlagen für den Halbleitersektor um 1,9% auf 8,12 Euro. ThyssenKrupp wiederum geben mit schwachen Vorlagen der asiatischen Stahlwerte nach enttäuschenden Vorlagen des koreanischen Posco-Konzerns 1,3% auf 18,83 EUR ab.

Auf der anderen Seite stehen einzig und allein Deutsche Börse mit einem Plus von 0,6% auf 90,80 Euro. Im Markt heißt es, die Deutsche Börse könnte nun mit der New York Stock Exchange zusammenarbeiten. Im MDax geben Südzucker nach schwachen Geschäftszahlen um 2,5% auf 19,95 EUR nach. Merck gewinnen dagegen 4,5% auf 76, 15 Euro und profitieren damit von dem anhaltend guten Sentiment für LCD- Hersteller.

Leicht positiv für Deutsche Telekom werten Händler einen Bericht, dem zufolge United Internet sich am Breitbandnetz der Telekom mit 500 Mill. Euro beteiligen will. Das wäre ein Sechstel der Gesamtsumme. Allerdings dürfte diese Meldung angesichts der Entwicklung bei France Telecom weit in den Hintergrund geraten. Die T-Aktie verliert zum Handelsauftakt 0,22 Prozent und notiert bei 13,78 Prozent.

Ein Analyst sieht erst bei 13,20 bis 12,70 Euro aus technischer Sicht eine Bodenbildung der T-Aktie. Nach Angaben von Aktienhändlern dürften Allianz dagegen unter einer Abstufung durch Merrill Lynch leiden. Die Analysten hätten die Titel auf „Neutral“ nach „Buy“ gesenkt. Allianz tendieren vor Handelsstart bei 131,68 zu 132,18 (132,60) Euro.

Der Verkauf des Pakets von Lone Star an der Korea Exchange stützt Commerzbank etwas. Der Verkauf komme zwar nicht unerwartet, heißt es. Die Commerzbank könne aber mit einem Erlös für ihren Anteil von knapp 1,2 Mrd Euro und auch mit einem Buchgewinn rechnen. Die Aktie verbessert sich um 0,6 Prozent auf 27,07 Euro. Hypo-Realestate steigen um 1,1 Prozent auf 47,60 Euro. Im MDax geben Südzucker nach schwachen Geschäftszahlen um 1,7 Porzent auf 20,11 Euro nach. Merck gewinnen dagegen 4% auf 75,75 Euro und profitieren damit von dem anhaltend guten Sentiment für LCD-Hersteller.

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