Dax hat seit Wochenbeginn zwei Prozent gewonnen
HVB-Spekulationen beherrschen das Börsenparkett

Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat am Freitag seine Kursgewinne vom Vortag verteidigt. Spekulationen auf eine baldige Übernahme der HVB, die am Donnerstag die Anleger noch in Kauflaune versetzt hatten, erhielten zum Wochenschluss einen Dämpfer.

HB FRANKFURT. Der Dax beendete den Handel 0,18 Prozent im Plus bei 4444,71 Punkten. Seit Wochenbeginn hat der Dax damit knapp zwei Prozent an Wert gewonnen. „Es ist ein gutes Zeichen, dass wir das alte Jahreshoch von 4435 Punkten überschritten haben“, sagte Händler Raed Mustafa von der BW Bank. „Es ist aber unklar, ob der Dax in den kommenden Wochen deutlich zulegen kann. Denn derzeit fehlt es an der notwendigen Aufwärtsdynamik.“

Die US-Börsen notierten zum Handelsschluss in Deutschland nahezu unverändert. Der Standardwerteindex Dow Jones lag ebenso wie der technologielastige Nasdaq-Index 0,04 Prozent im Minus. Der Umsatz mit auf dem elektronischen Handelssystem Xetra gehandelten Dax-Aktien lag zum Wochenschluss bei 89 (Vortag 93,7) Millionen Stück.

Das beherrschende Thema auf dem Börsenparkett war nach Aussage von Händlern weiterhin das Interesse der italienischen Großbank Unicredito an der HVB. Die Aktien der Münchener Großbank, die bereits am Donnerstag rund fünf Prozent zugelegt hatten, kletterten mit 20,84 Euro auf den höchsten Stand seit Anfang 2004. Sie gaben dann jedoch ihre Tagesgewinne wieder vollständig ab und schlossen unverändert bei 20,18 Euro. „Da eine Einigung offenbar doch nicht so nah ist, wie es zunächst aussah, nehmen Anleger erst einmal ein paar Gewinne mit und warten ab“, sagte ein Händler.

Wie Reuters aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen erfahren hatte, verhandeln Unicredito und HVB zwar um eine Übernahme. Allerdings seien die Gespräche zuletzt nicht vorangekommen und längst nicht in der entscheidenden Phase. Die Chancen auf eine Einigung der beiden Institute schätzten Börsianer dennoch als hoch ein. „Strategisch gesehen würde die HVB zur Unicredito passen“, sagte Postbank-Händler Ascan Iredi. „Ich halte die Übernahme für sehr wahrscheinlich.

Im Fahrwasser der jüngsten HVB-Kursgewinne legten auch die Aktien des Konkurrenten Commerzbank um 1,2 Prozent auf 17,15 Euro zu. Die Commerzbank wird ebenfalls immer wieder als Übernahmekandidat im Zuge der Konsolidierung der europäischen Bankenlandschaft gehandelt.

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