Dax-Rally
Schreck lass nach!

Kommt der Ausverkauf an den Börsen? In der vergangenen Woche sah es ganz danach aus, für einen Moment kehrte die Angst zurück. Ein Börsenpsychologe von Sentix erklärt, warum die Rally nicht vorbei ist.
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DüsseldorfFür einen Moment kam die Angst zurück: Der Kursrutsch begann in Tokio. Als der Nikkei in der vergangenen Woche um mehr als sieben Prozent einbrach, hätte das das Ende der monatelangen Börsenrally sein können. Auslöser war die Sorge, die Notenbanken könnten künftig weniger Geld drucken.

In Frankfurt hatte der Dax erst am Vortag ein neues Allzeithoch von 8.500 Punkten erreicht. Nun sackte er gleich nach Handelsstart um fast drei Prozent ab. Die Anleger beschlich ein mulmiges Gefühl: War das der Auftakt zum weltweiten Ausverkauf?

Er war es nicht. Nach nur einem Tag war der Spuk wieder vorbei. Die Kurse an den Börsen legten wieder zu. Zwar sind die Verluste bis heute noch nicht ganz ausgeglichen, aber der Dax notiert schon wieder über der 8.500-Punkte-Marke.

Was bleibt, sind zwei Erkenntnisse: Erstens kann an den Börsen jederzeit eine Korrektur drohen, zweitens erschüttert das die Zuversicht der Anleger nur für einen kurzen Moment.

„Das Grundvertrauen wächst, trotz der Korrektur an den Aktienmärkten“, stellt Manfred Hübner, Geschäftsführer von Sentix, fest. Das Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 4.000 institutionelle und private Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börsianer. Der Kursrutsch habe nicht zum Ausverkauf geführt, sondern sei – nachdem der Schock erst einmal verdaut war – genutzt worden, um nachzukaufen.

Die Anleger verhalten sich erstaunlich abgeklärt. „Bislang konnten wir keinerlei Euphorie nach den Allzeithochs messen, allenfalls Staunen“, sagt Hübner. Die Krise der vergangenen Jahre sei in den Köpfen noch immer sehr präsent.

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  • Der Fahrplan steht. Schauen Sie sich das Euwax-Sentiment (1 Jahr) an. Ist immer noch tief im negativen Bereich, steigt aber langsam wieder. Das bedeutet erstens, der DAX bleibt definitiv auf hohem Niveau (über 8.000), kann aber auch nicht mehr signifikant steigen solange sich dieses Stimmungsbarometer (im negativen Bereich) etwas nach oben bewegt. Daher meine Prognose: Seitwärts im Zickzack mit leichter Tendenz nach oben. Bis zur Bundestagswahl. Danach Absturz oder Euphorie, je nach Wahlausgang. Ein Schwarzer Schwan könnte den Fahrplan natürlich jederzeit kippen, aber in Zeiten, in denen selbst Notenbanken und PPTs Aktien kaufen, halte ich das Abwärtspotential für auf max. 2.000 Punkte begrenzt.

  • Zitat:
    Sowohl institutionelle als auch private Investoren seien nach wie vor nicht übermäßig stark in Aktien investiert.

    Das heisst also de facto das auch hier die Notenbankn wohl wieder ihre Finger im Spiel haben. So langsam frage ich mnich echt wie das alles noch enden soll.

  • Logisch dass bei durch Geldmengen aufgeblaehten Boersen, ein Psychologe Erklaerungen abgeben muss. Klar ist der kommende Crash. Er wird bereinigende Funktionen haben. Die Juppis, frisch oder weniger frisch von der Uni, arrongant, selbstverliebt -- die sich Daytrader schimpfend--, werden doch arg dezimiert werden. Wie das Hochwasser viele Ratten vernichtet, ist es doch nicht in der Lage, diese sich rapide vermehrende Spezies auszurotten. Es wird wieder Leasingruecklaeufer en masse geben. Manchmal gibt es auch gerechte Boersen. Wir stehen direkt davor.

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