Dax-Vorschau
Dax flirtet weiter mit der 7 000 Punkte-Marke

In der abgelaufenen Woche konnte der Dax der europäischen Schuldenkrise trotzen. Damit steuert der Leitindex auf sein bestes Schlussquartal seit sieben Jahren zu. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis der Dax die 7 000 Punkte knackt. Neben der Schuldenkrise rücken nun verstärkt die Zahlen der Luftverkehrsbranche in den Fokus der Anleger.
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HB FRANKFURT. Der Dax hat der europäischen Schuldenkrise in der abgelaufenen Woche erneut getrotzt. Zwar schloss der Leitindex 0,1 Prozent niedriger bei 6 947 Punkten und hat damit auf Wochensicht immerhin 1,6 Prozent zugelegt. Damit steuert der Dax auf sein bestes Schlussquartal seit sieben Jahren zu.

Auch im internationalen Vergleich steht der deutsche Aktienmarkt gut da: Mit einem Plus von knapp 17 Prozent seit Jahresbeginn hat sich der Dax weit besser entwickelt als die meisten anderen westeuropäischen Leitindizes. Er ließ dabei auch den EuroStoxx50 (minus 6,1 Prozent) und das US-Börsenbarometer Dow-Jones (plus neun Prozent) hinter sich.

Jahresendrally noch lange nicht zu Ende

Dabei ist die Jahresendrally des Dax nach Einschätzung von Börsianern noch lange nicht zu Ende. Grund sei die robuste Weltwirtschaft, schreiben die Analysten der Landesbank Berlin (LBB) in einem Kommentar. "Sei es aus China, den USA oder von der heimischen Wirtschaft, die vorgelegten Daten sprechen für weiteres Wachstum in den nächsten Monaten." Dieses Bild könnten die Zahlen zum Auftragseingang der deutschen Industrie am Dienstag untermauern. "Gepaart mit einer unverändert moderaten Bewertung und der üppig vorhandenen Liquidität stellt dies ein solides Fundament für Dividendenpapiere dar, wenngleich Erschütterungen von Seiten der Schuldenkrise eingeplant werden müssen", fügen die LBB-Experten hinzu.

Stichwort Schuldenkrise: Eben diese dürfte die Märkte in absehbarer Zeit weiter in Atem halten. Die Erleichterung über die Rettung Irlands währte nur kurz, schon schossen sich die Finanzmärkte auf die nächsten Krisenopfer ein: Neben Portugal wird nun auch Spanien als potentieller Kandidat für den Schutzschirm von EU und Internationalem Währungsfonds gehandelt. Zwar hat das Land große Probleme. Doch konnte Spanien in den ersten zehn Monaten des Jahres sein Haushaltsdefizit stärker senken als für das gesamte Jahr prognostiziert. Begäben sich die Südeuropäer trotzdem unter den Rettungsschirm, wäre das Land aus Sicht vieler Beobachter Opfer vermeintlicher Spekulanten geworden.

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