Dax wenig verändert
Versorger lassen Dax im Minus schließen

Kursverluste bei den Aktien der Index-Schwergewichte RWE und Eon haben am Montag den Deutschen Aktienindex (Dax) leicht ins Minus gedrückt. Im Nebenwerteindex MDax waren angesichts wieder aufkeimender Übernahmespekulationen vor allem die Aktien des Pharmaunternehmens Stada gefragt.

HB FRANKFURT. Der Dax schloss 0,1 Prozent tiefer bei 4 353 Punkten. Händler beklagten die wegen eines Feiertages fehlenden Impulse aus den USA. Christian Schmidt, Marktanalyst bei Helaba Trust äußerte sich zurückhaltend zur weiteren Entwicklung an den Märkten: „Der Konjunkturoptimismus schwindet immer mehr, und die Berichtssaison in den USA hat uns auch nicht richtig vorwärts gebracht. Was soll dann noch kommen, was die Märkte treibt?“ Wichtig sei, dass der Dax nicht unter die technisch wichtige Marke bei rund 4



300 Zählern falle.

Pharmawerte gefragt

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten die Papiere von Schering und Altana, deren Aktien unter anderem von guten Branchenvorgaben aus den USA vom Freitag profitierten. Positive Einschätzungen der US-Aufsichtsbehörden zu umstrittenen Schmerzmitteln hatten in New York die Aktienkurse von Merck und Pfizer in die Höhe getrieben. „Das hat die Pharmawerte auch hier zu Lande beflügelt“, sagte ein Händler. Schering-Aktien stiegen um drei Prozent und Altana um 2,4 Prozent.

Die Gewinnerliste im MDax führten die Aktien von Stada mit einem Plus von 6,4 Prozent auf 24,62 Euro an. Die Nachricht, wonach der Schweizer Pharmakonzern Novartis den Generikahersteller Hexal übernimmt, habe die Spekulationen über eine Übernahme von Stada wieder angeheizt, sagten Händler. Als Kaufinteressenten für Stada sehen Analysten an erster Stelle den israelischen Generikaproduzenten Teva. Die Papiere des Chipkonzerns Infineon und die im TecDax gelisteten Titel des Herstellers von Elektronikkomponenten Epcos profitierten von einer Kaufempfehlung der Bank UBS und stiegen um 2,3 Prozent beziehungsweise rund 4,4 Prozent.

Positiver Analystenkommentar treibt MAN-Aktien

Die Aktien des Maschinen- und Lkw-Bauers MAN setzten ihre Aufwärtsbewegung der Vorwoche fort und gewannen 1,7 Prozent. MAN-Titel waren von der Citigroup zum Kauf empfohlen worden. Zeitweise kletterten die Papiere sogar auf 33,40 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Februar 2001.

Zu den größten Dax-Verlierern zählten die Versorger. Die Investmentbank Lehman Brothers empfahl Händlern zufolge, angesichts eventuell bald wieder steigender Renditen am Rentenmarkt Versicherer überzugewichten und Versorgeraktien unterzugewichten. RWE- und Eon-Aktien verloren jeweils mehr als drei Prozent.

Im MDax verbuchten die Aktien des Online-Brokers Comdirect ein Minus von 3,6 Prozent. Händler sagten, der Fall unter die technisch wichtige Marke von 7 Euro habe weitere Verkäufe ausgelöst. Die Ankündigung einer Kapitalerhöhung zum Börsenschluss brachte die Aktien von HeidelbergCement unter Druck, die in der Schlussauktion ihre Kursverluste auf ein Minus von 3,4 Prozent ausweiteten.

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