Dell und Ölpreis belasten
US-Börsen im Rückwärtsgang

Die Aktienkurse sind am Freitag an der Wall Street auf breiter Front gefallen. Besonders der enttäuschende Ausblick des weltgrößten Computerherstellers Dell und der Anstieg des Ölpreises auf ein neues Rekordhoch haben den Anlegern die Kauflust verdorben.

HB NEW YORK. Der Rekord-Ölpreis über 67 Dollar verstärkte die Sorgen, hohe Energiekosten würden die Verbraucher zu Kaufzurückhaltung veranlassen und die Unternehmensgewinne schmälern. Der enttäuschende Dell-Ausblick schürte außerdem Befürchtungen vor einem Ende des Aufschwungs der Technologiebranche.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 % tiefer auf 10 600 Zählern. Im Geschäftsverlauf hatte er sich zwischen 10 682 und 10 568 Punkten bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 0,6 % auf 1230 Punkte. Die US-Technologiebörse Nasdaq gab um 0,81 % auf 2156 Stellen nach. In der Gesamtwoche legte der Dow-Jones-Index allerdings um 0,41 % und der S&P um 0,32 % zu. Der Nasdaq-Index fiel dagegen im Wochenvergleich um 0,96 %.

"Der Ölpreis stieg in dieser Woche jeden Tag von Rekordhoch auf Rekordhoch. Bislang wurde dies von den Verbrauchern noch aufgefangen", sagte Analyst Steve Goldman. Investmentstratege Stanley Nabi zeigte sich aber besorgt, dass wegen der hohen Energiekosten die Gewinne der Unternehmen im dritten Quartal niedriger ausfallen würden. Am Freitag stieg der Preis für leichtes US-Öl zeitweise um 1,30 Dollar auf 67,10 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter). Seit Jahresbeginn verteuerte sich das Rohöl damit um mehr 50 %.

"Auch die Dell-Nachricht war negativ", sagte Goldman. Dell hatte erklärt, mit einem Umsatzanstieg im dritten Quartal von 13 bis 16 % zu rechnen. Analysten hatte indes im Schnitt 17 % erwartet. Der Kurs der Dell-Aktie fiel um 7,4 % auf 36,64 Dollar. Auch Aktien der Dell-Konkurrenten gaben nach. So verloren Gateway 1,04 % auf 3,81 Dollar und Hewlett-Packard 0,62 % auf 24,03 Dollar. Negativ wirkte sich Dells Ausblick auch auf die Aktie des weltgrößten Chipherstellers Intel aus, die im Verlauf um 1,9 % auf 26,31 Dollar nachgab. Dell ist Intels größter Kunde.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,3 Mrd. Aktien den Besitzer. 1254 Werte legten zu, 2029 gaben nach und 151 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,58 Mrd. Aktien 1096 Werte im Plus, 1938 im Minus und 143 unverändert.

An den US-Kreditmärkten legten die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 16/32 auf 100-3/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 4,240 %. Die 30-jährigen Bonds gewannen 1-9/32 auf 114-4/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,444 %.

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