Derivate
Handelsumsatz in Stuttgart geht zurück

Die Handelsumsätze mit Derivaten an der Börse Stuttgart sind im April gegenüber dem Vormonat deutlich zurückgegangen. Die Gründe sind zahlreich: Feiertage, Unruhen in der arabischen Welt und die Katastrophe in Japan.
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Frankfurt Das Volumen in diesem Bereich sei um 30 Prozent auf rund 4,1 Milliarden Euro gesunken, teilte der Börsenbetreiber am Montag mit.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum legte der Umsatz dagegen leicht zu. „Im Vergleich zu den ereignisreichen Vormonaten waren die Handelsaktivitäten der Anleger im April auch feiertagsbedingt schwächer“, erklärte die Börse Stuttgart. Im März hatten die Erdbeben-Katastrophe in Japan und die Unruhen in der arabischen Welt für Nervosität an den Finanzmärkten gesorgt. 

Vor allem bei Hebelprodukten gingen die Umsätze mit 33 Prozent auf rund zwei Milliarden Euro deutlich zurück. Sowohl die generell eher riskanten Knock-Out-Papiere als auch Optionsscheine verzeichneten mit einem Volumen von je 1,4 Milliarden beziehungsweise 550 Millionen Euro rückläufige Zahlen. Der Umsatz bei exotischen Produkten, die als Alternative zu klassischen Optionsscheinen gelten, brach um fast 50 Prozent ein - im Vergleich zu April 2010 legte er allerdings um 60 Prozent zu. 

Bei Anlageprodukten, deren Umsätze insgesamt um rund 27 Prozent gegenüber März nachgaben, waren die Rückgänge im Segment der Express- sowie Index- und Partizipationszertifikate mit jeweils über 40 Prozent besonders deutlich. Hier sank das Umsatzvolumen auch gegenüber dem Vorjahresmonat: Bei Express-Zertifikaten um 42,4 Prozent auf 72 Millionen, bei Index- und Partipationszertifikaten um rund 31 Prozent auf 327 Millionen Euro. 

Im Bereich der börsennotierten Indexfonds (ETFs) und Exchange Trades Commodities (ETCs) sank der Umsatz gegenüber März um 47,7 Prozent auf 409 Millionen Euro, im Vergleich zum April 2010 betrug das Minus 7,7 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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