Deutscher Aktienindex
Börse fehlen die Impulse

Die Anleger haben sich am Montag angesichts fehlender Impulse mit Aktienkäufen zurückgehalten. Auf Grund von Feiertagen in den USA und Großbritannien sei es auch am deutschen Aktienmarkt äußerst ruhig, sagten Händler. Dabei konnte der Dax im Gegensatz zu MDax und TecDax nicht punkten.

HB FRANKFURT. Bis zum Ende des elektronischen Xetra-Handels wechselten in Frankfurt lediglich 48,2 Millionen Aktien den Besitzer - deutlich weniger als an einem durchschnittlichen Handelstag. „Nach der Erholung vom Freitag war es ein unspektakulärer Tag, die Impulse aus den USA fehlten deutlich“, kommentierte ein Händler. Der Dax fiel um 0,58 Prozent auf 5755,02 Punkte. Der MDax stieg dagegen 0,22 Prozent auf 8 294,47 Zähler an. Freundliche Stimmung herrschte auch beim TecDax, der 0,50 Prozent auf 664,87 Punkte zulegen konnte.

„Der Markt hat sich nach den deutlichen Abschlägen zwar etwas gefangen. Aber es ist zu früh, um sagen zu können, dass alles vorbei ist“, sagte Marktanalyst Christian Schmidt von Helaba Trust. Wichtig sei nun, ob der Dax in den nächsten Tagen die Kraft habe, über die technische Widerstandslinie bei rund 5830 Punkten zu steigen. „Dann dürfte sich das Bild aufhellen“, ergänzte Schmidt. Ein anderer Händler sagte, Impulse für den Markt seien frühestens am Dienstag zu erwarten, wenn die Anleger aus den USA und Großbritannien wieder an Bord seien. Noch Mitte Mai hatte der deutsche Standardwerteindex ein Fünf-Jahres-Hoch bei 6162 Stellen markiert. Seitdem hat der Dax in der Spitze mehr als zehn Prozent eingebüßt.

Stahlwerte gefragt

Zu den wenigen Gewinnern im Dax zählten die Aktien des Industriekonzerns Thyssen-Krupp, die sich auf bis zu 28 Euro verteuerten. Im Nebenwerteindex MDax war mit Salzgitter ebenfalls ein Stahlwert gefragt. Die Titel kletterten um 6,3 Prozent auf 68,62 Euro. „Am Markt werden weiterhin steigende Stahlpreise gespielt“, sagte ein Händler. Ein anderer Börsianer verwies zur Begründung auf die anhaltende Konsolidierung in der Stahlbranche und den Kampf um den französischen Stahlriesen Arcelor. Während der jüngsten Talfahrt waren die Aktien von Thyssen-Krupp und Salzgitter deutlich unter Druck geraten.

Auf der Gewinnerseite schaffte es das Papier der Deutschen Post sogar ganz oben, die Aktie stieg um 1,3 Prozent. Die Aktie der Deutschen Börse verteuerte sich um knapp 1,1 Prozent.

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