Deutscher Aktienmarkt
Dax-Start im Plus erwartet

Die meisten deutschen Aktien dürften am Montag mit Kursgewinnen in den Handel starten. Der Dax-Future entsprach vorbörslich einem Dax-Stand von 5 676,99 Punkten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex 0,05 Prozent auf 5 628,37 Punkte abgegeben.

HB FRANKFURT. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex 0,05 Prozent auf 5 628,37 Punkte abgegeben. Die Vorgaben sind uneinheitlich: Der US-Leitindex Dow Jones hatte sich am Freitag im Vergleich zum Xetra-Schluss kaum verändert und letztlich im Minus geschlossen. Der Nikkei-225-Index verzeichnete dagegen am Morgen in Tokio deutliche Kursgewinne. Im Fokus stehen in Deutschland vor allem Titel aus der zweiten Reihe.

Unter den Einzelwerten dürften die Anleger ihren Blick auf die Aktien der Hypovereinsbank lenken. Die Unicredit-Tochter HVB rechnet durch die konzerninterne Umstrukturierung mit einem erheblichen Kapitalzufluss. "Wir werden alleine für die Bank Austria-Creditanstalt voraussichtlich einen Veräußerungsgewinn im Milliardenbereich erzielen," sagte HVB-Chef Wolfgang Sprißler der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe). Die Wiener Bank soll von der HVB zur Muttergesellschaft Unicredit wandern. Mit dem frischen Kapital will Sprißler unter anderem Zukäufe tätigen.

Unter Druck könnten Tui-Papiere geraten. Die Probleme des Konzerns mit seiner Schifffahrtssparte Hapag-Lloyd sind noch größer als bislang bekannt. Die Menge der transportierten Güter werde bei der Hamburger Reederei 2006 erstmals seit Jahren langsamer wachsen als im weltweiten Markt für Containerlinien, sagte Hapag-Lloyd-Chef Michael Behrendt der "Financial Times Deutschland" (Montag). "Wir rechnen derzeit mit einem Wachstum von weniger als acht Prozent, die für den Gesamtmarkt prognostiziert werden." Zudem hat die Deutschen Bank Tui von "Hold" auf "Sell" abgestuft.

Im MDax könnten die Aktien von Karstadt-Quelle das Anlegerinteresse auf sich ziehen. Karstadt-Quelle will die Dauerprobleme in seinem Versandhandel einem Zeitungsbericht zufolge nun mit Hilfe eines strategischen Partners lösen. Der potenzielle Partner solle helfen, neue Märkte vor allem in Osteuropa zu erobern und die Logistiksysteme des Konzerns besser auszulasten, schrieb die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Gedacht werde an eine Kapitalbeteiligung durch ein ausländisches Handelsunternehmen. Es habe bereits erste Gespräche gegeben, heißt es.

Nach Zahlen stehen Aareal Bank im Blick. Der Immobilienfinanzierer hat nach einem geringer als erwartet ausgefallenen Gewinnrückgang im zweiten Quartal die Prognosen für 2006 bestätigt.

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