Deutscher Aktienmarkt Zurückhaltende Händler drücken Dax ins Minus

Nach den kräftigen Kursgewinnen der Vorwoche haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Montag Kasse gemacht. Der Dax beendete den Handel bei 5794,83 Punkten - ein Minus von 0,38 Prozent. Insgesamt war jedoch auf dem Parkett nicht viel los.

HB FRANKFURT. Druck kam nach Aussagen von Börsianern auch vom starken Euro, der vor allem währungssensible Exportwerte belastete. Die Gemeinschaftswährung kletterte zum Dollar kurzzeitig auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten. Die Wall Street startete am Nachmittag mit negativen Vorzeichen und verdarb den Anlegern zusätzlich die Stimmung.

„Nachdem der Dax vorige Woche gut drei Prozent gewonnen hat, war eine technische Reaktion überfällig“, kommentierte ein Händler. Darüber hinaus seien noch viele Investoren in den Sommerferien, berichteten Börsianer. „Das Handelsvolumen ist sehr dünn. Wer da ist, hält sich eher zurück.“

Im Dax zählte MAN zu den größten Verlierern. Die MAN-Papiere fielen um 1,8 Prozent auf 59,72 Euro. Aktien von DaimlerChrysler gerieten zeitweilig unter Druck nach einem Gerichtsbeschluss, wonach der Autokonzern den Aktionären der ehemaligen Daimler-Benz AG eine höhere Abfindung zahlen muss. Damit müsste das Unternehmen sechs Jahre nach der Fusion mit Chrysler noch einmal in die Tasche greifen und die klagenden Aktionäre von Daimler-Benz mit weiteren rund 232 Mill. Euro abfinden. „Auf den ersten Blick war das natürlich negativ, auf den zweiten Blick ist es aber vernachlässigenswert“, sagte ein Händler. „Der Einfluss auf das Ergebnis wird relativ gering sein.“ Die DaimlerChrysler-Aktien verloren zeitweise bis zu 2,6 Prozent, erholten sich bis Handelsschluss aber wieder etwas.

Auch die übrigen Autowerte gaben nach. VW-Papiere verbilligten sich um 0,6 Prozent, BMW fielen um 0,9 Prozent.

Aktien von SAP litten wie schon am Freitag unter Gewinnmitnahmen und gaben 1,2 Prozent auf 145,38 Euro nach. Zu Beginn voriger Woche hatten SAP-Papiere kräftig zugelegt, dann aber die Marke von 150 Euro nicht verteidigen können.

Bergauf ging es zu Wochenbeginn für die zuletzt sehr gebeutelte T-Aktie, die sich um 1,25 Prozent auf 11,44 Euro verteuerte. Eine eher negative Entscheidung der EU-Kommission, wonach die Telekom ihr Hochgeschwindigkeitsnetz-Netz (VDSL) der Konkurrenz öffnen muss, blieb damit ohne Auswirkungen auf den Aktienkurs des Bonner Konzerns.

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