Devisen: Italien-Wahl drückt Euro unter 1,31 Dollar

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Italien-Wahl drückt Euro unter 1,31 Dollar

Ein möglicher Patt zwischen den politischen Lagern hat dem Euro stark zugesetzt. Die Gemeinschaftswährung rutschte zeitweise bis auf 1,30 Dollar ab und notierte damit rund einen US-Cent niedriger als am Freitagabend.
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FrankfurtDie Aussicht auf ein Patt zwischen den politischen Lagern in Italien hat am Montagabend dem Euro stark zugesetzt. Die Gemeinschaftswährung sackte im New Yorker Handel auf Kurse unter 1,31 Dollar ab. Jüngsten Hochrechnungen zufolge hat das Rechtsbündnis des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi im Senat - einem der beiden gleichberechtigten Kammern des italienischen Parlaments - die meisten Sitze errungen. Im Abgeordnetenhaus liegen demnach die reformorientierten Sozialdemokraten vorn - allerdings auch das nur knapp.

Der Euro rutschte zeitweise bis auf 1,3080 Dollar ab und notierte damit rund einen US-Cent niedriger als am Freitagabend. Am Montagmittag hatte die EZB den Referenzkurs noch mit 1,3304 Dollar festgelegt. Die Gemeinschaftswährung hatte da noch von Spekulationen profitiert, das Mitte-Links-Bündnis würde die Wahlen doch für sich entscheiden können.

Am Rentenmarkt gerieten italienische Staatsanleihen massiv unter Druck, was die Renditen auf 4,58 Prozent in die Höhe trieb. Am Mittag hatte die Renditen noch bei 4,17 Prozent gelegen. Stattdessen standen - im allerdings dünnen Handel - Bundesanleihen höher im Kurs. Der Bund-Future stieg um 63 Ticks auf 144,24 Punkte. Zum Handelsschluss an den Aktienbörsen hatte der Terminkontrakt noch acht Ticks niedriger notiert.

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  • Berlusconi und Grillo: Zwei Polit-Clowns in Italien, das hält der Euro nicht aus!

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