Devisenmärkte: Yen und Franken gefragt

Devisenmärkte
Yen und Franken gefragt

Der Eurokurs hat sich am Mittwoch kaum verändert. Die türkische Lira stieg zunächst gegenüber dem Dollar, büßte die Gewinne im Lauf des Tages aber wieder ein. Gefragt waren dagegen sichere Währungen wie Franken und Yen.
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Frankfurt/MainDer Euro hat sich am Mittwoch gegenüber dem Dollar größtenteils um den Vortagesstand bewegt. Am Nachmittag gab er kurzzeitig zum Greenback nach, holte die Verluste jedoch rasch wieder auf. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte zuletzt bei 1,3668 Dollar in etwa auf Vortagesniveau.

Abwartend verhielten sich Investoren angesichts der heute endenden US-Notenbanksitzung. Der Offenmarktausschuss der Federal Reserve werde die monatlichen Bondkäufe von derzeit 75 Milliarden Dollar auf jeder Sitzung 2014 um 10 Milliarden Dollar reduzieren und das Stützungsprogramm in diesem Jahr auslaufen lassen, lautet die Medianprognose von Analysten aus einer Bloomberg-Umfrage.

Die türkische Lira legte zunächst gegenüber dem Dollar zu, musste die Gewinne jedoch im Tagesverlauf wieder abgeben. Die Maßnahmen der türkischen Zentralbank, einen Ausverkauf der Landeswährung zu stoppen, konnten die Devisen anderer Schwellenländer nicht stützen. Die Lira war bis zu vier Prozent zum Greenback gestiegen, nachdem die Notenbanker in einer außerordentlichen Sitzung den Repo-Satz von 4,5 Prozent auf 10 Prozent angehoben und erklärt haben, Investoren sollten den Repo-Satz nun als Leitzins ansehen statt des Ausleihesatzes.

Zuletzt notierte die türkische Lira bei 2,2676 je Dollar 0,2 Prozent niedriger. „Der Markt ist etwas hibbelig, weil es immer noch Gründe für Nervosität bezüglich der Schwellenmärkte gibt, was Volatilität verursacht”, sagt Daragh Maher, Devisenstratege bei HSBC Holdings Plc in London.

Gefragt waren vor allem als besonders sicher geltende Devisen wie der Schweizer Franken und der japanische Yen. Der Franken stieg zum Euro um 0,3 Prozent auf 1,2229 Franken. Gegenüber dem Dollar zog die eidgenössische Währung um 0,5 Prozent auf 89,45 Rappen an. Der Yen war gegenüber dem Euro bei 139,64 Yen um 0,7 Prozent fester und gewann zum Dollar 0,7 Prozent auf 102,15 Yen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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