Die Märkte am Montag
Die Luft an den Aktienmärkten wird dünner

Nach der Kurserholung der vergangenen Monate mehren sich vorsichtige Stimmen zur künftigen Entwicklung an den Aktienmärkten. Bei den Investoren verfliegt offenbar die Euphorie für eine mögliche Erholung der Konjunktur. Experten sprechen wieder von einer Bärenmarktrally.

FRANKFURT. Nach der Kurserholung der vergangenen Monate mehren sich vorsichtige Stimmen zur künftigen Entwicklung an den Aktienmärkten. "Bei den Investoren verfliegt die Euphorie für eine mögliche Erholung der Konjunktur", sagte beispielsweise Analyst Kiyoshi Ishigane von Mitsubishi UFJ Asset Management. Noch deutlicher drückt sich Philippe Gijsels von Fortis aus: "Die Börse zeigt alle Charakteristiken einer Bärenmarkt-Rally. Uns steht ein ziemlich steiniger Weg bevor."

Ob dieser Pessimismus begründet ist, dürften in dieser Woche einige Firmenergebnisse verdeutlichen. Erwartet werden unter anderem Daten aus dem Einzelhandelssektor, etwa von Hennes & Mauritz zum dritten Quartal am Donnerstag. Die Deutsche Bank bewertet die Aktie derzeit mit "halten" und verweist dabei auf die ungünstigen Wetterbedingungen und die aggressiven Preisnachlässe in der Branche. Dennoch: "Langfristig überzeugt die Strategie", sagte Analyst Stefan Lycke. Ebenfalls am Donnerstag wollen Escada und Gerry Weber einen Einblick in ihre Bücher gewähren. Bereits vergangene Woche hatte die spanische Inditex, die kürzlich den US-Konkurrenten Gap überholte und damit zum weltgrößten Bekleidungshändler wurde, ihre Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr veröffentlicht. Deren Gewinn ging zwar zurück, lag jedoch über den Erwartungen. Die Mutter der Modekette Zara profitierte von Neueröffnungen.

In Nordamerika hingegen rückt der Technologiesektor stärker in den Blick von Investoren und Händlern. Research in Motion (RIM) wird am Donnerstag die Zahlen zu den abgelaufenen drei Monaten ausweisen. Analyst Matthew Sheerin vom Thomas Weisel Partners rät, die Titel des Blackberry-Herstellers überzugewichten. Sheerin erwartet, dass das kanadische Unternehmen ein solides Ergebnis vorlegen wird - auch wenn sich die Konkurrenz verschärfe. Einer der vermeintlichen Wettbewerber ist Palm mit seinem Modell Pre. Am vergangenen Freitag war der US-Konzern an Wall Street jedoch deutlich unter Druck geraten. Er hatte bereits den neunten Quartalsverlust in Folge berichtet. Darüber hinaus blieb Palm auch mit der Prognose zur Umsatzentwicklung hinter den Erwartungen des Marktes zurück.

Zum Wochenschluss waren die globalen Aktienmärkte ohne klare Richtung geblieben. Einige Börsenbarometer schlossen am Freitag schwächer, einige fester. Der Deutsche Aktienindex beendete den Handel mit einem kleinen Minus von 0,5 Prozent. Zu den größten Gewinnern zählte BASF nach der Ankündigung von Preiserhöhungen.

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