Die Ölpreise lagen weiter auf Rekordniveau
Leichterer Ölpreis lässt Wall Street fest schließen

Leicht nachgebende Ölpreise nach dem Wahlsieg des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez haben den US-Aktienmärkten am Montag kräftig Auftrieb verliehen: Die Wall Street schloss mehr als 1 Prozent im Plus.

HB NEW YORK. Unterstützung lieferten zudem ermutigende Unternehmensberichte, wie von der zweitgrößten US-Heimwerkerkette Lowe's und dem Medienkonzern Time Warner. Die führenden Börsenindizes legten um deutlich mehr als 1 Prozent zu. Der Standardwerte-Index Dow Jones bewegte sich im Geschäftsverlauf zwischen einem Tief von 9825  und einem Hoch von 9 967 Punkten. Er verließ den Handel 1,31 Prozent höher mit rund 9 954 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500-Index zog um 1,37 Prozent auf etwa 1 079 Zähler an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,46 Prozent zu auf rund 1 782 Punkte.

Chávez hat nach vorläufigen offiziellen Angaben die Volksabstimmung über seinen Verbleib im Amt mit 58 Prozent der Wählerstimmen für sich entschieden. Er kündigte an, seine Regierung garantiere stabile Ölpreise. Vor dem Referendum waren die Energiemärkte in Sorge, dass es zu Unruhen kommen könnte, die die Ausfuhren des weltweit fünftgrößten Ölexporteurs und Mitglieds der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) beeinträchtigen könnten.

Die Ölpreise bewegten sind unterdessen aber weiter auf Rekordniveau. Die Nachricht, dass irakische Aufständische am Montag eine Ölförderanlage im Süden des Landes in Brand gesteckt haben, verteuerten den Rohstoff zeitweise. Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) der führenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im September stieg bis auf ein Rekordhoch von 44,11 Dollar, gab bis zum Abend aber auf 43,66 Dollar nach. Ein Barrel leichtes US-Rohöl kostete 46,05 Dollar. „Das Öl ist sicherlich der Schlüssel für die Marktentwicklung, aber jedes Mal wenn der Ölpreis fällt, ist das positiv“, sagte Tim Heekin von der Investmentbank Thomas Weisel Partners. Michael Metz von Oppenheimer & Co fügte hinzu: „Das Öl hilft sicher. Es gab die Angst, dass der Anstieg nicht vor 50 Dollar je Barrel aufhört“.

Der stetige Anstieg der Ölpreise in den vergangenen Wochen hatte die Börsen weltweit unter Druck gesetzt. Viele Anleger befürchten, die Verteuerung des wichtigsten Schmierstoffs der Weltwirtschaft werde die Gewinne der Unternehmen schmälern.

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