„Die Wirtschaft erholt sich stetig“
Enttäuschende Wirtschaftsdaten treiben Nikkei ins Minus

Nach den vom Handel mit Enttäuschung aufgenommenen Zahlen zur Wirtschaftsentwicklung in Japan und anhaltender Sorge über den Ölpreis hat die Tokioter Börse am Freitag deutlich im Minus geschlossen. Auch der Yen gab gegenüber dem US-Dollar und dem Euro nach. Die übrigen asiatischen Börsen zeigten ein uneinheitliches Bild.

HB TOKIO. In Tokio beendete der 225 Werte umfassende Nikkei- Index den Handel um rund 2,5 Prozent schwächer bei rund 10.757 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index ging mit rund 1,8 Prozent im Minus bei rund 1097 Punkten aus dem Handel. Laut den zuvor von der Regierung in Tokio vorgelegten Zahlen war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Japan im Zeitraum von April bis Juni im Vergleich zum vorangegangen Quartal nur um 0,4 Prozent gewachsen. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet. „Wir hatten erwartet, dass die Zahlen für April-Juni etwas schwächer sein würden, aber die Zahlen sind schlechter als erwartet. Das ist eine böse Überraschung“, sagte ein Analyst.

Die Regierung hielt indes an ihrer Auffassung fest, dass die Wirtschaft sich nach jahrelanger Stagnation weiter festigen werde. „Die Wirtschaft erholt sich stetig“, betonte Staatsminister Takeshi Erikawa. Nach Angaben der Regierung muss die Wirtschaft in den kommenden Quartalen bis März 2005 jeweils um mindestens 0,5 Prozent wachsen, damit die Jahresvorgabe eines Wachstums von 3,5 Prozent erreicht werden kann.

Vor allem die Exporttitel verloren nach Veröffentlichung der Quartalszahlen im Handel an der Tokioter Börse zum Teil kräftig und zogen damit den Markt nach unten. Die Aktien des Kamera-Herstellers Pentax etwa brachen um 18,7 Prozent ein, nachdem das Unternehmen am Donnerstag einen 56-prozentigen Einbruch beim Quartalsergebnis berichtet hatte. Zu den Verlierern gehörten auch die Papiere des Konkurrenten Canon. Die Werte des zweitgrößten Autoherstellers der Welt, Toyota Motor, verloren rund 1,4 Prozent, die des Konkurrenten Honda fielen um rund 2,9 Prozent.

Die BIP-Daten der Regierung verwiesen insbesondere auf eine schleppende Entwicklung der Binnennachfrage, woraufhin Aktien von Unternehmen mit starkem Fokus auf den heimischen Markt nachgaben. So verloren etwa die Werte des Herstellers von Industrierobotern, Fanuc, mehr als rund 2,8 Prozent.

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