Dollar blieb zu Euro und Yen unter Druck
Nikkei schließt wieder unter 10 000 Punkte

Die Chip-Branche hat am Mittwoch den Aktienmarkt in Tokio belastet. Nachdem zwei große taiwanesische Halbleiterhersteller enttäuschende Umsatzzahlen vorgelegt hatten, gingen die Technologieaktien auf Talfahrt. Der Nikkei-Index sank unter die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Punkten.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Index schloss 2,11 % tiefer bei rund 9910 Punkten und der breiter gefasste Topix-Index um 1,69 % im Minus bei rund 980 Punkten. Zuvor hatten die beiden weltweit führenden Auftragshersteller von Halbleitern, United Microelectronis (UMC) und Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) enttäuschende November-Umsätze bekannt gegeben, was als Analysten als Hinweis für die Entwicklung der Branche werten. TSMC-Aktien gaben um fast vier Prozent nach, UMC-Aktien (UMC) um 3,38 %. Die Aktien von Tokyo Electron, der weltweit zweitgrößte Hersteller von Chipausrüstung, sanken ebenfalls um mehr als vier Prozent.

„Der Rückgang bei den amerikanischen Halbleiter-Aktien hat eine große Rolle dabei gespielt, dass der Nikkei unter die 10 000 Punkte gedrückt wurde“, sagte Hiroaki Kuramochi von der Bank Credit Lyonnais. Auch Aktien von Exportunternehmen gerieten angesichts des schwachen Dollars und damit höheren Yen-Kurses unter Druck.

Der Dollar blieb auch in Asien weiter unter Druck, wenngleich er sich leicht erholte. Der Euro hielt sich bei Kursen knapp über 1,22 Dollar und verlor damit im Vergleich zu seiner letzten New Yorker Notiz von rund 1,2250 Dollar. Im europäischen Handel war die Gemeinschaftswährung am Dienstag auf ein Rekordhoch von 1,2276 Dollar gestiegen. Auch zum Yen stieg der Dollar leicht auf Kurse von 107,40 Yen nach 107 Yen am Vorabend.

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