Dollar fiel deutlich
Märkte in Asien stehen unter Druck

Bei einem Ölpreis über 46 Dollar haben am Montag an den asiatischen Börsen Exportwerte die allgemeinen Verluste angeführt. Das ausgeweitete Handelsdefizit der USA schürte zudem erneut Zweifel an einer gesunden Entwicklung der größten Volkswirtschaft der Welt.

HB TOKIO. Der Dollar fiel zum Euro zeitweise auf ein Vier-Wochen-Tief von 1,2380 Dollar, bevor er sich auf Kurse um 1,2350 Dollar erholte, und trieb den Goldpreis auf 400,50 Dollar. Devisenhändler machten sich Sorgen um den Kapitalzufluss in die USA, zu dem im Lauf des Tages neue Daten erwartet wurden, und ein möglicherweise verlangsamtes Wirtschaftswachstum. Bei schwächeren Exporten und steigenden Importen war das Handelsbilanzdefizit in den USA Daten vom Freitag zufolge im Juni auf 55,8 Mrd. Dollar gestiegen. Analysten hatten mit einem Defizit von 47 Mrd. Dollar gerechnet.

Der NYMEX-Preis für US-Leichtöl kletterte auf 46,87 Dollar pro Barrel (159 Liter), angetrieben von der Sorge, weitere Sabotageakte im Irak und Unruhen im Zusammenhang mit einem Referendum in Venezuela, dem fünftgrößten Erdölexporteur, könnten Lieferengpässe verursachen. „Die höheren Ölpreise lösen bei den Investoren noch größere Vorsicht aus angesichts der Frage, wie sie sich auf das Wachstum der japanischen Wirtschaft in der zweiten Hälfte dieses Jahres auswirken werden“, sagte Yasuo Ueki von Poko Financial Office.

In Tokio beendete der 225 Werte umfassende Nikkei- Index den Handel um 0,65 Prozent schwächer bei 10.687 Punkten und setzte damit den dritten Handelstag in Folge seine Negativserie fort. Der breiter gefasste Topix-Index ging mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 1084 Punkten aus dem Handel.

„Angesichts der negativen Faktoren wäre ich nicht überrascht, wenn der Nikkei bald unter seinen diesjährigen Tiefstand von 10.505 Punkten fallen würde“, sagte Ueki. Der Index hatte am Freitag um knapp 2,5 Prozent nachgegeben, nachdem neuen Regierungsdaten zufolge das japanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Zeitraum von April bis Juni im Vergleich zum vorangegangen Quartal nur um 0,4 Prozent gewachsen war. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet.

Seite 1:

Märkte in Asien stehen unter Druck

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%