Dollar gewinnt erneut
Börse in Tokio schließt auf Zwei-Monatshoch

Erneute Kursverluste des Yen haben am Mittwoch die optimistische Einschätzung der Gewinnaussichten japanischer Exportunternehmen bekräftigt und die Anleger an der Börse in Tokio zu weiteren Käufen ermutigt.

HB TOKIO. Ein niedrigerer Kurs des Yen verbilligt japanische Waren im Ausland, vor allem am wichtigen US-Markt. Der Aufschwung wurde jedoch durch uneinheitliche Signale der am Vortag vorgelegten US-Konjunkturdaten und den weiter über 55 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter) liegenden US-Ölpreis gebremst.

Der Dollar zog angesichts erwarteter weiterer US- Zinserhöhungen auf ein neues Neun-Monats-Hoch an. Der Kurs für einen Euro notierte bei 1,2046 nach 1,2029 Dollar zu Handelsschluss in New York. Gold verbilligte sich auf 427,05 Dollar je Feinunze von 427,55 Dollar am Vortag.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,71 Prozent höher auf ein Zwei-Monatshoch von mit 11 415 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,69 Prozent auf 1 158 Zähler zu. Dagegen gab die Börsen in Taiwan nach, während die Märkte in Südkorea und Hongkong kräftig zulegten.

Analysten zufolge lieferten die am Vortag vorgelegten überraschend guten Quartalszahlen des größten US-Elektronik- Einzelhändlers Best Buy den asiatischen Märkten positive Impulse. „Die Zahlen von Best Buy waren eindeutig eine gute Nachricht. Sie haben belegt, dass die US-Verbraucher digitale Fernseh- und andere Geräte kaufen wollen“, sagte Cho Soeng Joon von Meritz Securities. An den deshalb erwarteten Gewinnen asiatischer Exporteure wollten die Anleger teilhaben und kauften etwa Papiere von LG.Philips LCD. Damit trieben sie den Kurs um fast zwei Prozent in die Höhe. Eine Höherstufung der Aktien des größten japanischen Kosmetik-Herstellers Shiseido lockte ebenfalls die Käufer an, wodurch der Kurs um mehr als 4,5 Prozent in die Höhe schnellte. Als lohnende Investition erschienen den Anlegern zudem die Papiere japanischer Banken nach eine Höherbewertung der Branche durch das Brokerhaus Merrill Lynch. So wurden etwa die Titel der Sumitomo Financial Group um knapp 2,7 Prozent höher angeschrieben.

Der Dollar erklomm Händlern zufolge angesichts anhaltender Erwartung weiterer US-Zinserhöhungen zum Euro ein neues Neun-Monats-Hoch. Die Erwartung sei genährt worden durch Äußerungen des Präsidenten der Federal Reserve Bank von Richmond, Richard Lacker. Dieser hatte gesagt, es sei zu früh, um beurteilen zu können, wann der Straffungsprozess der US-Geldpolitik vorüber sei. Sein Kollege William Poole aus St. Louis bekräftigte, die Fed habe Raum für aggressive Zinserhöhungen. Dadurch konnte sich die US-Devise nahe eines Acht-Monats-Hochs stabilisieren und notierte mit rund 109,40 Yen.

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