Dollar hält Zugewinne
Nikkei gibt leicht nach

Wie an der Wall Street in New York haben auch in Tokio Aktien von Herstellern von Anti-Viren-Software deutlich an Wert verloren. Die Börse drehte im Handelsverlauf ins Minus.

HB TOKIO. Der Dollar hielt seine Zugewinne und löste damit eine Umschichtung von einheimischen zu Export-Werten aus. Der Euro kostete 1,2775 Dollar. Die Börsen in Hongkong, Taiwan, Singapur und Südkorea waren wegen des Chinesischen Neujahrs geschlossen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss um 0,15 Prozent unter dem Vortagesstand bei 11 473 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,03 Prozent auf rund 1155 Zähler. Die stärksten Verluste verzeichneten die Aktien des Anti-Viren-Herstellers Trend Micro. Sie gaben knapp sechs Prozent im Wert nach und folgten damit der Entwicklung bei den US-Wettbewerbern Symantec und McAfee, die am Vortag in New York durch die Ankündigung des weltweit größten Softwarekonzerns Microsoft unter Druck gekommen waren, seine Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern. Händler schlossen daraus auf schwächere Geschäfte der Anti-Viren-Produzenten.

Einzelhandels- und Pharmawerte fielen, weil die Investoren Händlern zufolge ihr Geld angesichts des starken Dollars statt in japanische Werte in Anteile von Exportfirmen steckten. "Wenn die Exporteure allerdings nur wegen des festeren Dollars gekauft werden, dann wird das nicht lange anhalten", sagte Kazuhiro Takahashi von Daiwa SMBC. "Dass Exportwerte und einheimische Werte nicht gleichzeitig zulegen, liegt einfach daran, dass die Stimmung am Markt im Moment noch nicht gut genug ist." Die Aktien des Unterhaltungselektronikkonzerns Sony legten wie die des Autoherstellers Toyota um rund 1,5 Prozent zu.

Euro notiert weiter schwächer

Verluste seien auch durch die gute Stimmung an den New Yorker Börsen begrenzt worden, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index hatte um 0,08 Prozent höher auf 10.724 Zählern geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500-Index hatte um 0,05 Prozent auf 1202 Punkte und die Technologiebörse Nasdaq um 0,22 Prozent auf 2086 Punkte zugelegt. In Südkorea und Singapur wird am Freitag wieder gehandelt, in Taiwan und Hongkong am Montag.

Der Euro bewegte sich auf dem Niveau des US-Handels, nachdem er am Montag mit 1,2732 Dollar noch ein Drei-Monats-Tief zur US-Währung markiert hatte. Auch zum Yen hielt sich der Dollar im Vorfeld der für Donnerstag erwarteten neuen Daten zum US-Handelsbilanzdefizit in der Nähe seines Zwei-Monate-Hochs vom Vortag. Er notierte bei rund 105,70 Yen. Am Vorabend hatte er in New York noch 105,83 Yen gekostet. Händler äußerten sich optimistisch über die weitere Entwicklung der US-Währung. "Nach all den Zahlen in der vergangenen Woche, der US-Leitzins-Erhöhung und dem G-7-Treffen gehen auf dem Markt die Argumente aus, warum man den Dollar verkaufen sollte", sagte ein Händler.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%