Dollar im Aufwind - Aktien schwächer
Tokios Börse schließt im Minus

Die Börse in Tokio hat am Montag leichter geschlossen. Im Blickpunkt stand zudem der Dollar. Die US-Währung bekam in Fernost Auftrieb, da bald wieder steigende Zinsen in den USA erwartet werden. Der Euro sank in Folge dessen auf den tiefsten Stand seit drei Wochen.

HB SINGAPUR. „Die Erwartung einer Zinserhöhung stützt immer noch den Dollar“, sagte Tomokazu Ohno, Devisenstratege von Shinko Securities. Der Markt versuche nun herauszufinden, wie groß Ende Juni die erwartete Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) ausfallen werde - ob 25 oder 50 Basispunkte von derzeit 1,00 %. Im Blickpunkt werden Händlern zufolge daher die für Dienstag erwarteten Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise in den USA stehen. Am Tokioter Aktienmarkt gaben die Kurse bis Handelsende überwiegend nach. Händler sprachen von dünnen Umsätzen mangels Impulsen aus den USA.

Hintergrund für die Erwartung steigender Zinsen in den USA sind die jüngsten Äußerungen von Mitgliedern des für die Leitzinsen zuständigen Offenmarktausschusses der Fed (FOMC). Sie hatten betont, dass die Fed alles Notwendige unternehmen werde, um die Inflation unter Kontrolle zu halten. Die Äußerungen wurden am Markt als Hinweise gewertet, dass die Zentralbank die Zinsen schon früher als bislang erwartet anheben wird. Höhere Zinsen in den USA machen Anlagen in Dollar attraktiver. Der Euro sank auf rund 1,1985 Dollar nach zuletzt rund 1,2010 Dollar in New York. Zum Yen stieg die US-Währung auf 110,74 Yen von etwa 110,20 Yen zuletzt im US-Handel.

In New York waren die Aktienmärkte am Freitag wegen der Trauerfeier für den ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan geschlossen geblieben. Dies führte am Montag Händlern zufolge für einem weitgehend impulslosen Handel am Tokioter Aktienmarkt.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,31 % schwächer bei 11 491 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab um 0,15 % nach auf 1158 Punkte. Zunächst hatten die Kurse noch überwiegend zugelegt. „Die Stimmung ist nicht schlecht nach guten Wirtschaftsdaten“, sagte Ken Masuda von Shinko Securities. „Der geringe Umsatz zeigt aber, dass die Leute abwarten, bis sich etwas Wesentliches tut, insbesondere hinsichtlich höherer Zinsen in den USA und China.“

Am Donnerstag hatte die Wall Street im Plus geschlossen. Der Dow-Jones-Index verließ den Markt 0,4 % höher mit rund 10 410 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index zog um 0,45 % auf etwa 1136 Zähler an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,47 % auf rund 1999 Punkte.

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