Dollar in Asien stabil
Nikkei folgt Wall Street nach unten

Die asiatischen Börsen sind am Mittwoch den schwachen Vorgaben der Wall Street gefolgt, wo US-Konjunkturdaten am Vortag die Marktteilnehmer enttäuscht hatten. Der Dollar erholte sich in Erwartung auf neue Daten am Donnerstag wieder. Die Investoren hoffen laut Händlern, dass die am Donnerstag und am Freitag anstehenden Daten eine Erholung der US-Wirtschaft bestätigen werden.

Reuters TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei Index verlor zwei Prozent auf 9834,31 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab um 1,4 % auf 958,15 Punkte nach.

Zur schlechten Stimmung an der Tokioter Börse trugen nach Angaben von Händlern auch die relativ schwachen Juni-Zahlen zur japanischen Industrieproduktion bei. „Der Rückgang in New York nach dem schwachen Verbrauchervertrauen hat den Markt belastet, und die Daten zur heimischen Industrieproduktion machen es dem Markt auch nicht gerade leichter, zumal da viele mit einem leichten Anstieg gerechnet haben“, erklärte Hiroaki Kuramochi von Credit Lyonnais in Tokio. Die Industrieproduktion in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt war im Juni um saisonbereinigt 1,2 % geschrumpft. Analysten hatten dagegen ein leichtes Plus von 0,3 % vorausgesagt.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien des Chip- und Computer-Hersteller Fujitsu mit seiner Erweiterung der Verlustprognose für das nächste Halbjahr im Mittelpunkt. Die Aktien verloren überdurchschnittliche 4,4 % auf 523 Yen. Auch die übrigen Börsen in Fernost tendierten überwiegend schwächer.

An der Wall Street hatte der Standardwerte-Index Dow Jones am Dienstag knapp 0,7 % und der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,2 % verloren. Zum Handelsschluss in Frankfurt hatte der Dow noch 0,2 % und der Nasdaq-Index 0,1 % im Minus gelegen.

Im Devisenhandel setzten die Marktteilnehmer demgegenüber weiter auf eine Erholung der US-Wirtschaft. Viele hofften, dass die erste Schätzung zum US-Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal sowie der Einkaufsmanagerindex für den Großraum Chicago, die beide am Donnerstag veröffentlicht werden, die Erwartungen bestätigten, sagten Händler.

Entsprechend stabil präsentierte sich die US-Währung, so dass der Euro im späten Handel in Fernost auf 1,1438 leicht unter sein New Yorker Schlussniveau rutschte und damit auch deutlich unter dem EZB-Referenzkurs von 1,1462 Dollar gehandelt wurde. Zum Yen war die US-Devise mit 119,90 Yen kaum verändert zum New Yorker Schlussniveau, nachdem sie zuvor vorübergehend in Fernost ein Vier-Wochen-Hoch von 119,95 Yen erreicht hatte. Unterstützung habe der Dollar von zuversichtlichen Aussagen des Fed-Präsidenten von Dallas, Robert McTeer, bekommen, sagten Händler. McTeer hatte erklärt, es gebe viele Gründe an einen Aufschwung der Wirtschaft in den USA zu glauben. Ein einziger Rückgang bei den Daten zum Verbrauchervertrauen sei kein Grund zur Sorge.

Der Ölpreis gab im asiatischen Handel leicht nach. Gold fiel um 50 Cent auf 360,25 Dollar je Feinunze.

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