Dollar legt kräftig zu
Teures Öl drückt Asienbörsen ins Minus

Ein erneuter Anstieg der Ölpreise hat die Kurse an den asiatischen Aktienmärkten am Montag ins Minus gedrückt.

HB SINGAPUR. Im Devisenhandel legte der Dollar genährt von der Erwartung rascherer Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed kräftig zu. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab ein halbes Prozent auf knapp 11 668 Zähler ab. Der breiter gefasste Topix- Index verlor 0,3 % auf 1183 Punkte. In Hongkong lag der Hang-Seng-Index knapp 0,1 % im Minus. Die Börse in Südkorea tendierte dagegen 0,1 % fester, die in Singapur stieg um 0,4 %.

Bereits die US-Vorgaben vom Freitag hatten auf Kursverluste in Asien hingedeutet: Der Dow-Jones-Index hatte den Handel am Freitag 0,6 % im Minus bei 10 404 Punkten beendet. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 0,7 % auf 1172 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,7 % auf 1984 Zähler nach. Der Kontrakt auf US-Öl zur Lieferung im Mai notierte am Montag 33 Cent im Plus bei 57,60 Dollar pro Barrel (knapp 159 Liter). Im frühen asiatischen Handel hatte der Future-Kontrakt ein Rekordhoch von 57,79 Dollar erreicht. Vertreter der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) haben zuletzt signalisiert, über eine weitere Erhöhung der Ölfördermengen beraten zu wollen, um den Preisanstieg zu bremsen. Er hatte nach der Veröffentlichung einer Studie eingesetzt, wonach der Preis auf mehr als 100 Dollar steigen könnte.

„Die Ölpreise sind hoch und da die Leitzinsen im Blickpunkt stehen, glaube ich nicht, dass die Anleger allzu enthusiastisch in den Markt zurückdrängen“, sagte Ben Kwong von KGI Asia in Hongkong.Fed-Chef Alan Greenspan wird im Verlauf der Woche drei Mal öffentlich auftreten. Angesichts weniger Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten dürfte sich die Aufmerksamkeit der Anleger also stark auf mögliche Hinweise zum Tempo der US-Geldpolitik konzentrieren.

Im Devisenhandel wurde der Euro mit 1,2893 Dollar gehandelt, nachdem ihn am Freitag schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten zeitweise über 1,30 Dollar getrieben hatten. Der Dollar bewegte sich mit 107,68 Yen knapp unter einem Fünfeinhalb-Monate-Hoch zur japanischen Währung. Am Aktienmarkt standen die Papiere des Handelskonzerns Ito-Yokado im Mittelpunkt, die sich um 2,3 % auf 4190 Yen verbilligten. Der hohe Ölpreis verhalf dagegen den Titeln der Ölbranche zu Kursgewinnen: Die Anteilsscheine an Nippon Oil legten 3,8 % auf 813 Yen zu.

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