Dollar notiert auf 14-Wochen-Hoch gegenüber dem Yen
Asiatische Börsen profitieren von Chinas Wachstumszahlen

Die Börse in Tokio hat am Mittwoch freundlich geschlossen.

HB TOKIO. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stieg um 24,51 Punkte oder 0,21 Prozent auf 11 789,35 Zähler. Der breiter gefasste Topix legte um 4,80 Punkte oder 0,40 Prozent auf 1 196,33 Punkte zu.

Grund: Ein überraschend starkes Wirtschaftswachstum Chinas hat den asiatischen Börsen am Mittwoch größtenteils Auftrieb verliehen und die Kurse ins Plus gehoben. Belastend wirkten sich die Kapazitätssorgen des US-Chipherstellers Intel aus und trieben die Anleger zum Verkauf von Technologiewerten.

Ein im zweiten Quartal mit 9,5 Prozent über den Erwartungen liegendes Wirtschaftswachstum Chinas hatte die Stimmung am Nachmittag in Asien aufhellt. „Inspiriert von dieser Nachricht sind alle Börsenmärkte in Asien - Hongkong, China, Taiwan und Südkorea - in Bewegung gekommen und auch hier legt der Markt zu“, sagte Takashi Matsumoto von Okasan Securities in Tokio.

Devisenhändler rechneten für Mittwoch und Donnerstag mit einer rosigen Konjunkturbeschreibung durch US-Notenbankchef Alan Greenspan und bescherten dem Dollar zwischenzeitlich ein neues 14-Wochen-Hoch zum Yen.

Titel des weltgrößten Herstellers von Chiptestgeräten, Advantest, tendierten 0,85 Prozent im Minus, nachdem der weltgrößte Chiphersteller Intel am Abend in den USA Zahlen vorgelegt hatte. Zwar konnte Intel im zweiten Quartal Gewinn und Umsatz im Rahmen der Erwartungen steigern, jedoch wurden mangelnde Produktionskapazitäten dafür verantwortlich gemacht, dass das Ergebnis nicht noch besser ausfiel. Die Aktie verlor nachbörslich 4,4 Prozent. Händler in Tokio rechneten jedoch nicht mit einem vergleichbar starken Rückgang der asiatischen Kurse, da auch deren Anstieg weniger steil gewesen sei. „Wenn Du nicht mit hochgehst, musst auch nicht soweit wieder runter“, sagte Charles W. Lambert von JP Morgan Securities Asia.

Ebenfalls von Nachrichten aus den USA belastet wurden die Aktien von Yahoo Japan. Die US-Mutter des Internet-Konzerns hat im zweiten Quartal zwar den Gewinn fast versiebenfacht, beim Umsatz jedoch die Erwartungen des Marktes verfehlt. Yahoo-Aktien waren nachbörslich um mehr als neun Prozent gefallen. „Die Erwartungen an diese Aktien waren wirklich sehr hoch. In gewisser Hinsicht ist es ein Realitätsabgleich“, sagte Shane Oliver vob AMP Capital Investors in Sydney.

Der Dollar reagierte vor den Greenspan-Reden mit leichten Kursgewinnen. Zum Yen lag er mit rund 113,09 Yen leicht über der letzten US-Notiz am Vorabend. Auch der Euro notierte bei Kursen um 1,2078 Dollar leicht über seinem Niveau im späten US-Handel.

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