Dollar sank auf Monatstief
Märkte in Asien folgen schwachen US-Vorgaben

Auf die schlechter als erwartet ausgefallenen US-Preisdaten haben die Aktienmärkte in Tokio am Donnerstag mit Verlusten reagiert.

HB SINGAPUR. Händler befürchteten, dass schneller steigende Preise den Konsum drosseln könnten. Der Dollar sank zum Euro zeitweise auf ein Monatstief.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,94 Prozent niedriger bei 10 984 Zähler. Zeitweise hatten die Verluste bei mehr als zwei Prozent gelegen. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,73 Prozent auf gut 1 123 Punkte ab. Auch die Börse in Hongkong verzeichnete Verluste. Leicht zulegen konnten dagegen die Indizes in Singapur, Taiwan und Südkorea.

Besonders Exportwerte und der Technologiesektor gaben nach. „Die Sorgen über die US-Inflation ist nicht das Einzige, was die Märkte heute drückt“, sagte Hwang Chang Jungder, Analyst von Woori Investment and Securities in Seoul. „Auch der Technologiesektor zeigt sich schwach, da die Investoren jetzt später mit einer Erholung rechnen und sich gleichzeitig über konjunkturdämpfende Maßnahmen in China sorgen.“

Aktien des Elektronikkonzerns Fujitsu verloren rund eineinhalb Prozent. Das Unternehmen hatte am Vortag seine Gewinnprognosen deutlich nach unten korrigiert. Auch die Aktien des Konkurrenten NEC gaben 0,8 Prozent, die von Toshiba rund 0,7 Prozent nach.

Bereits die Vorgaben aus New York waren negativ. Der Dow-Jones hatte den Handel am Mittwoch mit einem Minus von 1,1 Prozent auf 10 012 Zähler beendet. Die US-Technologiebörse Nasdaq gab knapp ein Prozent auf 1913 Punkte nach. Gedämpft wurde die Stimmung vor allem durch höher als erwartete US-Verbraucherpreise. Der Anstieg erhöhte die Furcht vor einer stärkeren Zinserhöhung der US-Notenbank Fed, die damit Inflationsgefahren begegnen könnte. Der Konjunkturbericht der Fed weist nach Meinung der Analysten ebenfalls auf Inflationsrisiken hin.

Der Dollar weitete indes seine Verluste zum Euro aus. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde in Tokio zeitweise mit 1,3115 Dollar nach 1,3086 im späten New Yorker Handel gehandelt. Das war das höchste Niveau seit dem 22. März. Zum Yen notierte der Dollar nahezu unverändert bei 106,90 Yen. Händler erklärten die Verluste des Dollar mit der Furcht der Anleger vor einer steigenden Inflation in den USA, die den Konsum und damit die gesamte Konjunktur belasten könne. Da zudem die Aktienkurse purzelten, gebe es kaum Anlass, Dollar zu kaufen.

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