Dollar weiter im Aufwind
Asiens Aktienmärkte berappeln sich

Die Börse in Tokio hat am Donnerstag einen Großteil ihrer Vortagsverluste wieder wettgemacht und präsentierte sich im Einklang mit den übrigen asiatischen Börsen freundlich. Gestützt wurden die Indizes von den positiven US-Vorgaben sowie Banken- und Technologietiteln.

HB SINGAPUR. Der Tokioter Nikkei-Index schloss erstmals seit sechs Tagen wieder im Plus: Bis Handelsschluss verzeichnete der Index Kursgewinne von 0,46 % bei einem Stand von 13 190 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 0,3 % zu auf 1383 Zähler. Angesichts der noch zahlreichen anstehenden Veröffentlichungen von Unternehmenszahlen hielten sich die Anleger aber nach Angaben von Marktteilnehmern zurück. Mit Blick auf die Erholung nach den jüngsten Kursverlusten sagten sie, diese Woche sei nicht mit weiteren Korrekturen nach unten zu rechnen.

In Tokio gewannen denn auch vor allem Banken- und Technologietitel, die jüngst kräftig verloren hatten. Advantest-Aktien verzeichneten bis Handelsende noch ein Plus von 0,12 %. Auch die Titel der Mitsubishi UFJ Financial Group legten zu und zwar um 1,43 %.

Erholen konnte sich zudem der Aktienmarkt in Südkorea, der am Vortag auf den tiefsten Stand seit fast sechs Wochen gesunken war. „Am Markt herrscht der Eindruck vor, dass der Kursrückgang von gestern übertrieben war. Die starken Gewinne an den US-Märkten sind heute ein anderer wichtiger Faktor“, sagte Kyobo-Securities-Analyst Lee Woo Hyun. Auch an den Aktienmärkten in Hongkong, Taiwan und Singapur stiegen die Kurse überwiegend.

Am Vorabend hatten bereits die US-Börsen zugelegt. Angesichts der nachlassenden Sorgen um eine steigende Inflation in den USA hielt der Dollar seine jüngsten Gewinne zu Euro und Yen. Der Euro pendelte um 1,1975 Dollar und lag damit etwas unter seinem Vorabendniveau in New York. Der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) US-Leichtöl sank unter 62 Dollar.

Zum Yen lag der Dollar bei rund 115,60 Yen und damit etwas fester als zuletzt in New York. Am Mittwoch hatte er mit knapp 116 Yen den höchsten Stand seit 25 Monaten erreicht. Insgesamt hielten sich aber auch im Devisenhandel die Anleger zurück. Fraglich sei, ob der kräftige Dollaranstieg auf Grund der Zinserwartungen für die USA zuletzt zu weit gegangen sei. „Wir brauchen nun ein wenig Zeit, um uns auf diesem Niveau zu stabilisieren“, sagte Devisenanalyst Kikuko Takeda von der Bank of Tokyo-Mitsubishi.

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