Dollar weiter unter Druck
Hoher Ölpreis belastet Asiens Börsen

Die Tokioter Börse hat am Donnerstag nach der negativen Vorgabe der Wall Street vom Vortag schwach geschlossen

HB TOKIO/SINGAPUR. Der Goldpreis stieg zeitweise so hoch wie seit sieben Jahren nicht mehr. Die Reduzierung der Fördermengen durch die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ab November um 900 000 Barrel (1 Barrel = rund 159 Liter) täglich löste an den Finanzmärkten Sorgen aus, dass sich die Energiekosten erhöhen werden und damit den weltweiten Wirtschaftsaufschwung abwürgen könnten. Die Ölpreise hatten bereits am Mittwoch in Reaktion auf die Opec-Entscheidung um rund einen Dollar angezogen.

Die Tokioter Börse hat am Donnerstag nach der negativen Vorgabe der Wall Street vom Vortag schwach geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte beendete den Handel beim Stand von 10 310,04 Punkten. Das ist ein deutlicher Verlust gegenüber dem Vortagesschluss von 192,25 Punkten oder 1,83 Prozent. Der breit gefasste Topix notierte einen Abschlag von 26,27 Punkten oder 2,52 Prozent bei 1 017,39 Punkten.

Die überraschende Entscheidung der Opec hatte am Vortag auch die US-Aktienmärkte belastet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt 1,57 Prozent niedriger mit rund 9425 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,91 Prozent auf etwa 1009 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte sogar um 3,05 Prozent auf rund 1843 Punkte ab. In Frankfurt hatte der Deutsche Aktienindex (Dax) 3,04 Prozent im Minus bei rund 3307 Zählern geschlossen.

Der Dollar blieb in Fernost weiter unter Druck, nachdem er seit Wochenbeginn vor allem zum Yen in Reaktion auf die Forderung der G-7-Staaten nach flexibleren Wechselkursen kräftig verloren hatte. Der Dollar lag bei Kursen um 111,90 Yen kaum verändert zu seinem Vorabendniveau im US-Handel. Händler sagten, Äußerungen des japanischen Regierungsberaters Haruhiko Kuroda hätten einen weiteren Kurseinbruch beim Dollar zur japanischen Währung verhindert. Kuroda hatte gesagt, Japan sei bereit, zu interventieren, sollte dies notwendig sein.

Damit signalisierte Japan auch nach der Forderung der sieben führenden Industrienationen (G-7) nach flexibleren Wechselkursen und der Kabinettsumbildung von Montag ein Festhalten an der bisherigen Währungspolitik.

Gold verteuerte sich zeitweise auf 389,25 Dollar je Feinunze und kostete damit so viel wie seit September 1996 nicht mehr.

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