Dollar wenig verändert
Asiatische Börsen im Minus

Nach negativen Vorgaben aus den USA haben die Aktienmärkte in Asien am Donnerstag Verluste verzeichnet. An der Tokioter Börse wurde wegen der Feiertage der „Goldenen Woche“ erneut nicht gehandelt.

HB SINGAPUR. Die Märkte werden erst am Montag wieder geöffnet. Der Ölpreis gab weiter in Richtung 72 Dollar pro Barrel nach, am Vortag war er bereits um drei Prozent gesunken. Der Dollar bewegte sich in engen Spannen.

Der Markt in Südkorea wurde von einem stärker tendierenden Won und neu aufgeflammten Zinssorgen in den USA geschwächt. Gewinne konnte jedoch die Aktie von Hyundai Motor verzeichnen, nachdem das Unternehmen einen gestiegenen Betriebsgewinn berichtet hatte. Das Papier legte mehr als 2,6 Prozent zu. Auch die Börsen in Hongkong und Singapur tendierten im Minus. Die Börse in Taiwan hingegen verzeichnete Gewinne und schloss rund 1,4 Prozent im Plus.

Analysten führten die Entwicklungen vor allem auf Vorgaben aus den USA und Spekulationen über den künftigen Kurs der Notenbank zurück. „Es sieht so aus, als könnte die Fed den Leitzins weiterhin anheben. Wenn das passiert, würde dies mitten in einen weltweiten Zinsanstieg fallen“, sagte Kim Joon Kie von SK Securities.

Stärker als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten hatten die Zinssorgen am Vorabend neu geschürt und die Wall Street ins Minus gedrückt. Enttäuschende Ausblicke des Softwareherstellers Adobe und des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble sorgten zusätzlich für schlechte Stimmung am Markt. Ein zeitweise um mehr als zwei Dollar sinkender Ölpreis bescherte den Papieren der Öl-Multis deutliche Verluste. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,14 Prozent schwächer bei 11.400 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,41 Prozent auf 1307 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,25 Prozent auf 2303 Stellen.

Der Euro präsentierte sich in Fernost bei Kursen von rund 1,2630 Dollar kaum verändert. Marktteilnehmer sprachen von dünnen Umsätzen angesichts der Feiertage in Japan. Impulse könnte der Euro von der für den Nachmittag erwarteten Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) bekommen. Es wurde erwartet, dass die Währungshüter der Euro-Zone den Markt auf eine Zinserhöhung im Juni vorbereiten. Zum Yen lag der Dollar bei 113,97 Yen und damit über seinem Niveau im späten US-Handel am Mittwoch.

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