Dow im Plus - Nasdaq im Minus
US-Börsen zeigen sich uneinheitlich

Die US-Standardwerte können sich zum Wochenschluss knapp behaupten. Schlechter sieht es bei den Technologiewerten aus. Bedenken wegen überraschend hoher Kosten beim weltgrößten Computerhersteller Dell drücken die Kurse.

HB NEW YORK. Der Dow Jones der Standardwerte notierte unverändert und schloss bei 10 012,87 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 gab leicht um 0,1 % auf 1095,66 Punkte nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel dagegen um 1,1 % auf rund 1904,31 Punkte.

Im bisherigen Tagesverlauf veröffentlichte US-Konjunkturdaten lieferten dem Markt Börsianern zufolge keine neuen richtungweisenden Impulse. Ein unter den Erwartungen ausgefallenes Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes im Mai verpasste den Erwartungen der Anleger auf bald steigende US-Zinsen einen Dämpfer. Dagegen hielten höhere US-Verbraucherpreise sowie ein unerwartet hoher Zuwachs der US-Industrieproduktion die Spekulationen über eine Erhöhung der Leitzinsen der US-Notenbank (Fed) schon im Juni wach. „Ich glaube, wir haben keine tatsächliche Überraschung bei den Konjunkturdaten heute erlebt. Nichts hat die Haltung der Investoren wirklich verändert,“ sagte Alfred Kugel, Stratege bei Stein Roe Investment Counsel.

Dämpfend auf die Stimmung der Investoren wirken sich Börsianern zufolge weiterhin die hohen Ölpreise aus. Sie befürchten, dass vor allem die hohen Benzinpreise die Kauflaune der US-Verbraucher verderben könnten. Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) der führenden Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Juni kletterte bis zum Abend um 31 US-Cent auf 38,80 Dollar und übertraf damit sein bisheriges 13-Jahres-Hoch von 38,53 Dollar. Leichtes US-Öl verteuerte sich um 24 Cent auf 41,32 Dollar und stellte damit den Rekord von 41,15 Dollar vom 10. Oktober 1990 ein, unmittelbar nach der Invasion irakischer Truppen in Kuwait.

Händlern zufolge belasteten die Aktien von Dell den gesamten Technologiesektor. Der Computerhersteller hatte am Vorabend nach Börsenschluss eine Gewinnsteigerung im ersten Geschäftsquartal um 22 % ausgewiesen, zugleich aber auf hohe Kosten für Computer-Speicherchips verwiesen. Dell-Papiere reagierten mit einem Verlust von rund 3,0 % auf 34,72 Dollar.

Die Ankündigung des Kosmetik-Konzerns Revlon, ein Refinanzierungsprogramm für das Unternehmen nicht anzuschließen, ließ die Aktien des Unternehmens um mehr als vier Prozent auf 2,99 Dollar absacken.

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