Dow Jones, S&P 500, Nasdaq
Ringen um US-Steuerreform bremst New Yorker Börsen

An der Wall Street belasten Sorgen vor Verzögerungen bei der anstehenden Steuerreform und Gewinnmitnahmen die Stimmung. Sämtliche Indizes gaben am Freitag nach. Trotzdem konnten einige Firmen deutliche Gewinne einfahren.
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New YorkGewinnmitnahmen und Sorgen vor Verzögerungen bei der Steuerreform in den USA haben die Stimmung an der Wall Street zum Wochenschluss belastet. Marktteilnehmer sagten, es werde befürchtet, dass Präsident Donald Trump Entlastungen für Unternehmen nicht vor 2019 durchsetzen könne. „Wenn sich die Pläne tatsächlich um ein Jahr verschieben, wird das Investoren enttäuschen“, sagte Investmentstratege Hirokazu Kabeya vom Broker Daiwa Securities. Angesichts der auslaufenden Bilanzsaison für das dritte Quartal nahmen viele Investoren zudem Gewinne mit.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,2 Prozent auf 23.422 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,1 Prozent auf 2582 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stagnierte bei rund 6750 Punkten.

Bei den Einzelwerten sprangen Nvidia-Aktien um mehr als fünf Prozent in die Höhe, nachdem der Chiphersteller mit seiner Umsatzprognose für das laufende Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen hatte. Die Ankündigung einer weiteren Trilogie der „Stars Wars“-Saga euphorisierte Anleger von Walt Disney. Die Papiere des Unterhaltungskonzerns verteuerten sich um knapp drei Prozent.

Ein Bilanzreigen ohne viel Glanz trübte die Laune der rekordverwöhnten Aktienanleger in Europa. Die Börsenbarometer Dax und EuroStoxx50 gingen am Freitag 0,4 Prozent beziehungsweise 0,5 Prozent tiefer bei 13.127 und 3593 Punkten aus dem Handel. „Viele Unternehmen haben mit ihren Quartalszahlen enttäuscht oder gerade so die Erwartungen erfüllt, weshalb Anleger nun lieber Gewinne einstecken“, sagte ein Händler. Auf Wochensicht büßte der deutsche Leitindex 2,6 Prozent ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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