Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Schwelender Handelsstreit drückt Stimmung an der Wall Street

Am Dienstag zählen Finanz-Titel zu den Verlierern. Nach der Aufnahme in den S&P-500-Index stehen vor allem Twitter-Papiere im Fokus.
Update: 05.06.2018 - 22:35 Uhr Kommentieren
Die Händler blicken am Dienstag auf Twitter. Quelle: Reuters
NYSE in New York

Die Händler blicken am Dienstag auf Twitter.

(Foto: Reuters)

New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Der schwelende Handelsstreit der USA mit China, der EU, Kanada und Mexiko habe die Stimmung gedämpft, sagten Börsianer. Mexiko verhängte als Vergeltung Zölle gegen die USA.

Titel aus der Finanzwelt zählten zu den Verlierern. Der S&P-Finanz-Index gab 0,5 Prozent nach. Anleger fürchten, dass Italien letztlich doch auf Konfrontation mit der EU gehen wird. Denn der neue italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigte radikale Änderungen an und bekannte sich zur Anhebung der öffentlichen Ausgaben trotz des riesigen Schuldenberges des Landes.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,1 Prozent auf 24.799 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2748 Zählern in etwa auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 7637 Punkte.

Bei den Einzelwerten standen Twitter nach der Aufnahme in den S&P-500-Index im Fokus. Die Aktien des Kurznachrichtendienstes zogen um bis zu 5,3 Prozent an. Die Aktien sollen Monsanto ersetzen, die ab Donnerstag zu Bayer gehören werden. Ebenfalls gesucht waren die Aktien von Netflix mit einem Plus von mehr als einem Prozent. Die Papiere des Streamingdienstes werden für Monsanto in den S&P 100 nachrücken.en.

Starbucks-Anleger reagierten auf den Abschied des Kaffeehaus-Gründers Howard Schultz mit Verkäufen. Mit Schultz verliere Starbucks seinen wichtigsten Mann - und das mitten in einer Phase, in der die Kette auf dem Heimatmarkt mit negativen Schlagzeilen und starken Rivalen zu kämpfen habe, sagte ein Analyst. "Das ist das Ende einer Ära." Die Starbucks-Aktien verloren 2,4 Prozent.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA verschaffte mit der Genehmigung eines biotechnologischen Nachahmerproduktes der Mylan-Aktie Rückenwind. Die Titel der Biotechfirma stiegen um fast vier Prozent. Von der Genehmigung in Mitleidenschaft gezogen wurden hingegen Amgen, die rund zwei Prozent nachgaben. Das Blockbuster-Medikament Neulasta von Amgen wird zur Behandlung von Infektionen bei Krebspatienten eingesetzt. Die Firma hatte schon länger mit Nachahmerprodukten gerechnet.

Europas Aktienbörsen gingen am Dienstag die Puste aus. Am Ende reichte es für den Dax nur zu einem mageren Plus von 0,1 Prozent auf 12.787 Zähler. Der EuroStoxx50 rutschte 0,4 Prozent ins Minus auf 3456 Punkte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 890 Millionen Aktien den Besitzer. 1984 Werte legten zu, 1386 gaben nach und 155 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,02 Milliarden Aktien 1892 im Plus, 1056 im Minus und 193 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 6/32 auf 99-21/32. Die Rendite sank auf 2,9131 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 7/32 auf 101-1/32 und rentierte mit 3,0720 Prozent.

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