Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Sorge vor Handelskrieg belastet Wall Street

Das Stühlerücken im Umfeld des US-Präsidenten und Sorgen vor einem Handelskrieg drücken die New Yorker Börsen ins Minus. Der Dow verliert an Boden.
Update: 14.03.2018 - 21:47 Uhr Kommentieren

„Gemäßigte Stimme“ – Wie wird Kudlow Trumps Politik beeinflussen?

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New YorkZunehmende Sorgen vor einem globalen Handelsstreit haben am Mittwoch die New Yorker Börse belastet. Jüngste Auslöser dafür sind Pläne von US-Präsident Donald Trump, der Insidern zufolge nach seinen Importzoll-Plänen für Stahl und Aluminium nun Einfuhren aus China zurückdrängen will. Für den wichtigsten US-Handelspartner plant er demnach Importzölle bis zu 60 Milliarden Dollar. China kündigte umgehend an, im Zweifel Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Auch die jüngsten Personalentscheidungen Trumps böten Anlass zur Sorge, sagte Paul Nolte, Aktienmanager bei Kingsview Asset Management. „Es wird so wahrgenommen, dass es jetzt deutlich protektionistischer als noch vor zwei Wochen zugeht.“ Trumps für Freihandel eingetretener Wirtschaftsberater Gary Cohn hatte jüngst seinen Rückzug angekündigt und in dieser Woche hatte der Präsident seinen vergleichsweise moderaten Außenminister Tillerson geschasst.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor ein Prozent auf 24.758 Punkte. Zeitweise war er bis auf 24.668 Stellen abgesackt. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,6 Prozent auf 2749 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 0,2 Prozent tiefer bei 7496 Punkten. Der Dax in Frankfurt hatte leicht zugelegt auf 12.237 Punkte.

Diese sechs Aktien trotzen den US-Zinserhöhungen

AMGEN INC. REGISTERED SHARES DL -,0001

WKN
ISIN
US0311621009
Börse
Xetra

+2,29 +1,61%
+143,41€
Chart von AMGEN INC. REGISTERED SHARES DL -,0001
AMGN
1 von 6

Amgen soll laut Goldman Sachs besonders immun gegen kommende Zinserhöhungen sein. Es ist mit 18.000 Mitarbeitern das weltweit größte Biotech-Unternehmen. Es hat Niederlassungen in den USA, Kanada, Europa sowie in Australien, Neuseeland und Japan. Der Erfolg des Unternehmens fußt auf ständig neuen Produkten und Zulassungen für Medikamente. Das soll laut den Goldman-Analysten in diesem Jahr für einen Zuwachs von 15 Prozent sorgen, 2019 könnten es weitere zehn Prozent werden. Die Aktie des Unternehmens hat im vergangenen Jahr immer wieder leichte Sprünge nach oben und unten gemacht, sich aber immer wieder stabilisiert.

BANK OF AMERICA CORP. REGISTERED SHARES DL 0,01

WKN
ISIN
US0605051046
Börse
Xetra

-0,48 -1,91%
+24,72€
Chart von BANK OF AMERICA CORP. REGISTERED SHARES DL 0,01
BAC
2 von 6

Auch wenn Zinserhöhungen schmerzen wird die Bank of America laut Goldman Sachs keine große Kurskorrekturen vornehmen müssen. Im Vergleich zu Konkurrenten hat das Kreditinstitut am meisten überschüssiges Kapital. Außerdem sollen Dividenden in Zukunft einen größeren Teil der Allokationsstrategie ausmachen, was zu einer Verdopplung in den kommenden zwei Jahren führen soll.

CATERPILLAR INC. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US1491231015
Börse
Xetra

-0,01 -0,01%
+119,01€
Chart von CATERPILLAR INC. REGISTERED SHARES DL 1
CAT
3 von 6

Caterpillar ist der weltweit größte Hersteller von Baumaschinen. Das Unternehmen konnte zuletzt die Eigenkapitalrendite erhöhen, zudem kann der Konzern nun die Ernte struktureller Investitionen einfahren. Goldman Sachs erwartet einen positiven Schub für das Unternehmen und die Aktie im kommenden Jahr. Neben Baumaschinen stellt Caterpillar auch Diesel und Gasmotoren sowie Industriegasturbinen her.

CATERPILLAR INC. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US1491231015
Börse
Xetra

-0,01 -0,01%
+119,01€
Chart von CATERPILLAR INC. REGISTERED SHARES DL 1
CSCO
4 von 6

Cisco ist besonders für seine Router und Switches bekannt. Der Aktienkurs des Unternehmens ist in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Cisco hat seine Dividende kürzlich um 14 Prozent erhöht – und die Goldman-Analysten erwarten, dass sich die Ausschüttungen weiter erhöhen könnten. Der Name Cisco leitet sich übrigens von den beiden letzten Silben des Gründungsortes San Francisco ab.

RF INDUSTRIES LTD. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US7495521053
Börse
FSE

+0,01 +0,23%
+4,45€
Chart von RF INDUSTRIES LTD. REGISTERED SHARES DL -,01
RF
5 von 6

Regions Financial ist ein US-amerikanisches Kreditinstitut. Den Goldman-Analysten gefällt die Kombination aus stabilem Kostenapparat, verbessertem Kreditwachstum, einer höheren Nettozinsmarge und gestiegener Dividende. Dies zeige, wie resistent das vorwiegend in den Südstaaten der USA tätige Geldhaus gegen steigende Zinsen sei.

PHILLIPS 66 REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US7185461040
Börse
Xetra

-0,45 -0,53%
0,00€
Chart von PHILLIPS 66 REGISTERED SHARES DL -,01
PSX
6 von 6

Phillips 66 beinhaltet das abgespaltene und als eigenständige Gesellschaft an die Börse gebrachte Tankstellen-Geschäft des Energiekonzerns Conoco Phillips. Dank einer Reihe von Großprojekten, die 2018 fertiggestellt werden, erwartet Goldman Sachs einen sich verbessernden Cashflow und parallel abnehmende Investitionsausgaben. Dies sollte dafür sorgen, dass die Dividende stabil bleibt.

Etwas Unterstützung für die Börsen ging von den jüngsten Konjunkturdaten aus. Zwar verzeichneten die US-Einzelhändler im Februar den dritten Umsatzrückgang in Folge. Da dies aber die Annahme unterstützt, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen dieses Jahr nicht stärker erhöht als bislang angenommen, sorgte die Daten unter Anlegern für Erleichterung.

Bei den Einzelwerten stand die geplatzte Großübernahme in der Chipbranche im Fokus. Nach dem Veto von Trump gab Broadcom seine Pläne zum Kauf des Rivalen Qualcomm auf. Broadcom-Aktien verloren 0,2 Prozent, Qualcomm stiegen um 0,7 Prozent.

Ford-Papiere legten nach einer Hochstufung durch Morgan Stanley 2,2 Prozent zu. Aktien der Juwelier-Kette Signet verloren indes nach einer enttäuschenden Gewinnprognose rund ein Fünftel an Wert.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 830 Millionen Aktien den Besitzer. 1228 Werte legten zu, 1663 gaben nach und 159 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,08 Milliarden Aktien 1163 im Plus, 1784 im Minus und 180 unverändert.

US-Staatsanleihen legten zu. Die zehnjährigen Bonds verbesserten sich um 8/32 auf 99-13/32. Sie rentierten mit 2,818 Prozent. Die 30-Jährigen kletterten um 27/32 auf 99-30/32 und hatten eine Rendite von 3,054 Prozent. Händler sagten, die Anleger suchten angesichts des Handelsstreits und der zunehmenden Spannungen zwischen Großbritannien und Russland einen "sicheren Hafen".

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