Dow Jones, S&P 500, Nasdaq
US-Anleger warten auf die Steuerreform

Donald Trumps Steuerreform lässt weiter auf sich warten. Die US-Börsen reagieren verunsichert. General Electric kämpft um den Verbleib im Dow Jones. Zwei Spielwarenhersteller konnten zulegen.
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New YorkDer Siemens-Rivale General Electric (GE) hat am Montag mit einer Gewinnwarnung für einen Dämpfer an der Wall Street gesorgt. Ein weiterer Belastungsfaktor war die anhaltende Unsicherheit über die Steuerreformpläne von US-Präsident Donald Trump. „Wir befinden uns in einer Phase der Ungewissheit, bis das Steuergesetz verabschiedet ist oder wir mehr Details haben“, sagte Marktökonom Peter Cardillo vom Handelshaus First Standard Financial. „Jede Enttäuschung über Unternehmenssteuersenkungen wird wahrscheinlich zu einem Rücksetzer am Markt führen.“ Senat und Repräsentantenhaus hatten zuletzt unterschiedliche Reformpläne vorgelegt.

Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten schloss 0,1 Prozent höher auf 23.439 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte ebenfalls um 0,1 Prozent auf 2584 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 6757 Punkte.

Im Rampenlicht stand der Mischkonzern General Electric (GE), dessen Aktienkurs um mehr als sieben Prozent abstürzte und damit so stark unter Druck geriet wie seit mehr als acht Jahren nicht mehr. Der Industrieriese will sich künftig auf drei Kern-Geschäftsbereiche spezialisieren: Luftfahrt, Energie und Gesundheit. Zusätzlich zur Ankündigung des Umbaus senkte GE seine Ergebnisprognose für kommendes Jahr und halbierte die Quartalsdividende.

Die Aussicht auf eine Übernahme durch den Spielwarenproduzenten Hasbro schob die Aktien des „Barbie“-Puppen-Herstellers Mattel um gut 20 Prozent in die Höhe. Die Papiere des „Monopoly“-Anbieters Hasbro legten knapp sechs Prozent zu. Insidern zufolge unternimmt Hasbro einen zweiten Versuch zur Übernahme von Mattel.

Qualcomm notierten zuletzt drei Prozent im Plus. Rivale Broadcom hält nach eigener Auskunft an seinen Übernahmeplänen fest, obwohl Qualcomm die jüngste Offerte zurückwies. Broadcom-Aktien traten auf der Stelle.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 790 Millionen Aktien den Besitzer. 1273 Werte legten zu, 1621 gaben nach und 162 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,94 Milliarden Aktien 1462 im Plus, 1489 im Minus und 194 unverändert.

Die US-Kreditmärkte präsentierten sich uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen notierten unverändert auf 98-21/32 bei einer Rendite von 2,4002 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 8/32 auf 97-21/32 und rentierte mit 2,8670 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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