Dow Jones, S&P 500, Nasdaq
Wall Street erreicht neue Höhen

New Yorks Anleger haben sich am Dienstag hungrig gezeigt. Bevor die neue Bilanzsaison am Donnerstag so richtig losgeht, deckt man sich mit US-Aktien ein. Leichte Aufschläge reichen für neue Höchststände bei Dow und Co.
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New YorkDie US-Börsen haben ihre Rekordjagd am Dienstag mit kleinen Schritten wieder aufgenommen. Die Hoffnung auf gute Unternehmensergebnisse ließ die Anleger an der Wall Street vor der ersten heißen Phase der neuen Bilanzsaison zugreifen und die führenden Indizes auf neue Höchststände klettern. Zudem trieb ein Anstieg der Ölpreise die Kurse von Energiewerten an. Mut machte auch der Einzelhandelsriese Wal-Mart mit einer optimistischen Umsatzprognose.

Der Dow Jones der Standartwerte schloss 0,3 Prozent fester bei 22.830 Punkten und damit so hoch wie noch nie. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,2 Prozent auf 2550 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,1 Prozent auf 6587 Punkte zu. Alle drei Indizes markierten zeitweise neue Höchststände.

In Europa drückten dagegen Sorgen vor einer Unabhängigkeitserklärung der spanischen Region Katalonien auf die Stimmung. Vor der Rede des Chefs der katalonischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, im Parlament gingen die Anleger in Deckung. Der Dax schloss mit 12.949 Punkten 0,2 Prozent im Minus. Der EuroStoxx50 gab ebenfalls leicht nach. Puigdemont setzte allerdings eine Abspaltung von Spanien aus, um einen Dialog mit der Zentralregierung in Madrid für eine einvernehmliche Lösung zu ermöglichen. Die Hoffnung auf eine Deeskalation stützte den Euro.

Die Katalonien-Krise spielte an der Wall Street zunächst keine Rolle. Hier spekulierten die Börsianer mehr auf florierende Geschäfte der US-Unternehmen. "Ich denke, es wird eine gute Bilanzsaison", sagte Peter Cardillo, Analyst bei First Standard Financial. Dabei dürften sich die Investoren mehr auf einzelne Unternehmen als auf das große Gesamtbild konzentrieren. Am Mittwoch machen BlackRock und Delta Air Lines den Auftakt zur Berichtssaison. Am Donnerstag folgen dann die Großbanken JPMorgan Chase und Citi und am Freitag Bank of America und Wells Fargo.

Doch dürften sich die Kursgewinne per saldo in engen Grenzen halten. Denn seit Wochen kommen die großen Indizes nur noch in Trippelschritten voran. Auf dem hohen Niveau sei die Luft dünn, sagten Händler. Fast täglich schleppen sich die Indizes von Rekord zu Rekord. Am Montag hatte die Wall Street nach einer freundlichen Eröffnung jedoch mit einem kleinen Abschlag geschlossen.

Unter den Einzelwerten standen Wal-Mart mit einem Plus von 4,5 Prozent hoch im Kurs. Das Unternehmen rechnet mit einem kräftigen Wachstum im Online-Geschäft und erfreute die Anleger zudem mit der Ankündigung eines Aktienrückkaufs im Volumen von 20 Milliarden Dollar. Pfizer-Papiere gewannen 0,7 Prozent. Der Pharmakonzern stellt sein Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten und Gesundheitsartikeln auf den Prüfstand. Die Aktien des Rivalen Eli Lilly fielen um rund ein Prozent. Beim Einsatz des Krebsmittels Verzenio zur Behandlung von Lungenkrebs - das Mittel hat bereits die Zulassung für Brustkrebs - hatte der Konzern einen Rückschlag erlitten.

Die Aussicht auf ein niedrigeres Angebot trieb zudem die Ölpreise weiter in die Höhe und ließ auch die Kurse von Energiewerten steigen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 710 Millionen Aktien den Besitzer. 1876 Werte legten zu, 988 gaben nach und 175 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,79 Milliarden Aktien 1781 im Plus, 1127 im Minus und 201 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 03/32 auf 99-020/32. Sie rentierten mit 2,357 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 05/32 auf 97-066/32 und hatten eine Rendite von 2,890 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Amerika zuerst, das ist Herrn Trumps Absicht und treibt die Kurse. Der größte amerikanische Präsident führt die USA von Sieg zu Sieg, und von Hoch zu Hoch.
    Die EU-Loser dürfen derweil Pläne vom Faustkeil studieren, die sie bald fertigen dürfen. Es dürfte aber so sein, daß die auch aus China kommen, da die Facharbeiter streiken.


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