New Yorker Börse

US-Anleger achten insbesondere auf den Anstieg der Löhne.

(Foto: AP)

Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Wall Street feiert gute Nachrichten mit Kursfeuerwerk

Der US-Arbeitsmarkt brummt, und die Löhne steigen nur moderat. Eine Nachricht, die Anleger begeistert. Amazon-Aktien feierten ein Rekordhoch.
Update: 09.03.2018 - 22:56 Uhr 4 Kommentare

New YorkEtwa 313.000 neue Jobs schufen die US-Unternehmen in diesem Februar. Es ist der stärkste Zuwachs seit mehr als anderthalb Jahren. Und deutlich mehr, als Ökonomen erwartet hatten: Sie hatten lediglich mit 200.000 neuen Stellen gerechnet. Die Arbeitslosenquote stagnierte auf dem 17-Jahres-Tief von 4,1 Prozent.

Was die Akteure auf den globalen Finanzmärkten aber noch mehr freute: Die für die Inflationsentwicklung wichtigen Stundenlöhne legten im Schnitt nur um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Experten hatten mit einem Wert von plus 0,2 Prozent gerechnet, nachdem die Löhne im Januar um 0,3 Prozent gestiegen waren.

Denn wegen des schwachen Lohnwachstums kamen bei den Anlegern keine neuen Zinssorgen auf. „Die Fed kann ihren eingeschlagenen Kurs damit in Ruhe und ohne weitere Beschleunigung fortführen“, sagte Thomas Altmann vom Handelshaus QC Partners.

Eine weitere Zinsanhebung in den USA im März gilt bei vielen Investoren als ausgemachte Sache. Weitere Schritte nach oben in diesem Jahr dürften folgen.

„Die großartige Neuigkeit ist, dass die Beschäftigungsquote gestiegen ist, der Anstieg der Durchschnittslöhne aber nach übereinstimmender Meinung der Ökonomen auf einem angemessenen Niveau liegt“, sagt Art Hogan, Chefmarktstratege bei Wunderlich Securities in New York. „Es sind wirklich ermutigende Nachrichten, und ich glaube, dass sie die Märkte nach oben befördern werden.“

Im vergangenen Monat hatten ähnlich starke Job-Daten verbunden mit einem vergleichsweise deutlichen Anstieg der Stundenlöhne die Furcht genährt hatte, die US-Notenbank Fed werde die Leitzinsen schneller erhöhen als erwartet. Das würde Kredite verteuern und damit die globalen Aktienmärkte durchschütteln.

US-Bullenmarkt setzte sich fort

Der am Freitag auf den Tag neun Jahre andauernde US-Bullenmarkt setzte sich erst einmal fort – und hat damit Chancen, zum längsten der Börsengeschichte zu werden. Der Dow Jones Index für 30 Standardwerte stieg um 1,77 Prozent auf 25.335,74 Zähler. Der breiter angelegte S&P 500 schloss um 1,74 Prozent höher mit 2.786,57 Punkte. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 1,93 Prozent auf 7101,18 Zähler bergauf..

Am Devisenmarkt ging der Dollar zunächst in die Knie, machte seine Verluste kurz darauf jedoch wieder wett. Der Euro notierte anschließend wie bereits vor Veröffentlichung der Daten bei 1,2280 Dollar. Am Anleihemarkt zogen die Renditen europäischer Staatsanleihen an. Im Umkehrschluss sanken die Kurse. So ging etwa der Kurs des Euro-Bund-Future um 0,1 Prozent zurück.

Rückenwind gaben die positiven Nachrichten aus den USA zunächst dem deutschen Aktienindex Dax kräftigen Rückenwind. Doch die Gewinne von bis zu 0,5 Prozent gab der deutsche Leitindex schnell wieder ab und notierte am Nachmittag bei 12.327 Punkten wieder leicht im Minus.

Dies dürfte auch daran liegen, dass die guten Job-Daten eine andere Nachricht aus den USA nicht vergessen machen können: die am Donnerstag beschlossenen US-Schutzzölle auf Stahl und Aluminium.

Viele Investoren befürchten, dass es zu einem eskalierenden Handelskonflikt kommen könnte, der am Ende nur Verlierer hervorbringe. „So zeigen die Erfahrungen, dass ein Land, das Strafzölle einführt, damit vor allem sich selbst schadet“, betonte Anlagestratege Carsten Klude vom Bankhaus MM Warburg.

Bei den Spielzeugherstellern Mattel und Hasbro ging angesichts von Berichten über ein drohendes Ende des Geschäftsbetriebs der insolventen Spielwaren-Einzelhandelskette Toys'R'Us die Angst um: Die Aktien verloren 7,11 beziehungsweise 2,06 Prozent. Die Anteilseigner des Online-Händlers Amazon feierten indes bei 1578,94 US-Dollar ein neues Rekordhoch der Aktie - letztlich stieg sie um 1,74 Prozent auf 1578,89 Dollar, womit das Unternehmen an der Börse knapp 760 Milliarden Dollar wert ist.

Die Aktien europäischer Stahl-Hersteller wie Arcelor-Mittal, Salzgitter oder Voestalpine reagierten mit deutlichen Verlusten von bis zu sechs Prozent. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstagabend ein Dekret unterschrieben, das Zölle in Höhe von 25 Prozent auf importierten Stahl und zehn Prozent auf Aluminium vorsieht. Eine Klausel soll es den betroffenen Ländern aber ermöglichen, binnen zwei Wochen über Ausnahmen zu verhandeln.

Die EU wird dazu am Samstag die Gelegenheit ergreifen, wenn Handelskommissarin Cecilia Malmström Trumps Handelsbeauftragten Robert Lighthizer in Brüssel trifft. Mit dabei auch Malmströms japanischer Kollege Hiroshige Seko. Ob die beiden Verfechter des Freihandels Erfolg mit ihrer Überzeugungsarbeit haben werden, ist zwar alles andere als sicher – gilt aber immerhin nicht als völlig ausgeschlossen.

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  • rtr
  • dpa
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4 Kommentare zu "Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Wall Street feiert gute Nachrichten mit Kursfeuerwerk"

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • DOW JONES, S&P 500, NASDAQ
    Wall Street feiert die guten Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt
    Der US-Arbeitsmarkt brummt, und die Löhne steigen nur moderat. Eine Nachricht, die Aktienanleger begeistert – in den USA und in Europa.

    ..................................

    AMERIKANER HABEN GRUND ZUM FEIERN DANK TRUMP SEINE POLITIK !

    EUROPÄISCHE UNION UND 500 MILLIONEN EUROPÄER HABEN ALLEN GRUND TRAURIG ZU SEIN DASS DIESE EUROPÄISCHE UNION NUR IN CHINA EINKAUFEN KANN, UNSERE SILBERTAFEL AN DIE CHINESEN VERKAUFT UND CHAOS VERANLÄSST DASS SEIT ÜBER 10 JAHREN WIR IN GANZ EUROPA FAST PERMANENT GANZE 30 MILLIONEN EU-DAUER-ARBEITSLOSEN HABEN und diese EUROPÄISCHE UNION NICHT EINMAL DIE GENAUER ZAHL WISSEN WILL WIEVIELE OBDACHLOSE DIESE EU NUN ANGEHÄUFT HAT !

    DENEN IN BRÜSSEL GENÜGT ZU WISSEN DASS DIE SUIZID RATE DER EU NOCH NIE SO HOCH WAR WIE IM JAHR 2018 !

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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